Erfüllte Partnerschaft- der Tanz der Liebe zweier Seelen

Partnerschaft – ein Seelentanz der Liebe

Ich stelle mir Partnerschaft gerne als ein Tanz der Energien vor. Meine weiblich/männliche Energie trifft auf die männlich/weibliche Energie meines Partners. Gemeinsam versuchen wir im Tanz dieser Energien uns zu verbinden. Ganz wie ein YinYang Zeichen in ständiger fließender Bewegung. Mal ist der Tanz harmonisch, wir fühlen uns verbunden, vielleicht sogar eins, wir verstehen uns, wir bereichern uns gegenseitig. Und dann gibt es Zeiten, da fallen wir auseinander. Die gemeinsame Schwingung, der Tanz, will einfach nicht funktionieren. Zeiten in denen wir in unterschiedlichen Rhythmen unterwegs sind. Ein bisschen wie freestyle Jazz, wo man auch nicht mehr genau weiß, ob man das jetzt gut finden kann und lieben möchte, oder ob es so nervt, dass man es am liebsten ausschalten möchte.

Beziehung, Partnerschaft ist in meinen Augen immer wieder eine der wahren Meisterprüfungen, die wir als Seele hier auf der Erde ablegen dürfen. Wenn ich so ganz alleine für mich hin puzzle, dann erscheint Bewusstsein, Erleuchtung, Erwachung manchmal so einfach. Ach, was hat man doch alles schon verstanden und angeblich verinnerlicht. Aber in der Begegnung mit dem anderen, zeigt sich dann schnell, wo es bei uns selbst noch wackelt. Wo man noch schläft, wo man noch seine Schmerzpunkte hat. Wo man die Krallen ausfährt und genervt ist. Wenn unser Partner es schafft uns aus unserer Mitte und unserem „Erleuchtet Sein“ zu bringen, ist das immer eine Einladung bei uns selbst zu schauen, was hier noch erkannt werden darf.

Die Seele sehnt sich danach sich dem Leben hinzugeben. Sich dem Tanz der Polaritäten zu öffnen, um sich selbst zu erfahren in all ihren Qualitäten, in all ihren Rhythmen, in all ihren Facetten. Um dann eben auch einen Tanz mit anderen zu tanzen, sich im Partnerschaftstanz zu erfahren (mit der Familie: Vater, Mutter, Geschwister, mit Freunden, und ja auch mit Liebesbeziehungen). Doch statt einen Tanz, bzw. Treffen der Seelenenergien auf Augenhöhe zu vollziehen, schaffen wir es regelmäßig uns gegenseitig zu zermürben durch: Machtspiele, Schuldspiele, Manipulationen usw. Ich lade dich heute ein, nicht mehr daran zu verzweifeln, sondern anzufangen einen neuen Tanz in deine Beziehungen zu beginnen. Einen Tanz auf Augenhöhe, Gleichberechtigung, der Freiheit und vor allem der Liebe, dir selbst gegenüber und der Seele des anderen.

Wie wir das schaffen können? Hier ein paar kleine Anregungen für den neuen Tanz:

Kenne deine Stärken

Eigentlich sollte das doch ganz einfach sein, unsere Stärken kennen. Aber leider ist es so, dass wir ein halbes, wenn nicht unser ganzes Leben auf der Suche nach unseren Stärken sind. Wir kennen bzw. haben selten unsere Stärken verinnerlicht. Ja, sicherlich liegt hier viel in unserer Kindheit und auch in der Art und Weise, wie in unserer Gesellschaft mit Stärken umgegangen wird. Liebe etwas tiefer stapeln, bloß kein Angeber sein, bloß nicht aus der Masse hervorstechen. Denn der, der hervor sticht, dem wird dann gerne schnell die Schuld gegeben, wenn etwas nicht richtig läuft. Also halten wir uns zurück. Es gibt noch viel mehr Gründe, aber jetzt geht es darum, dass wir uns endlich mal die Zeit nehmen, um zu erkennen, was eigentlich wirklich unsere Stärken sind.

 In einer Beziehung ist es wichtig die gegenseitigen Stärken zu kennen. Kommen wir auf mein Beispiel mit dem gemeinsamen Tanz zurück. In den Bereichen, wo unsere Stärken liegen, können wir nämlich im Tanz auch man die Führung übernehmen und der andere darf sich fallen lassen, darf sich führen lassen. Wir müssen eben nicht alles können, wir müssen nicht perfekt sein. Wir dürfen uns von den Stärken des Partners inspirieren lassen und ja, auch gerne mal in die Lehre gehen, aber wir dürfen auch abgeben. Und nein, das macht uns nicht gleich abhängig oder unselbstständig.

Wisst ihr, im Business ist es ganz klar: man arbeitet dort am besten, wo die eigenen Kompetenzen liegen. Dort, wo man sich stark und sicher fühlt. Und das, was man nicht gut kann, das gibt man ab, an andere, die es eben besser können. Das nennt sich Teamarbeit. Wenn man meint alles alleine wuppen zu müssen, wird man über kurz oder lang ausbrennen. Merkwürdigerweise irrt aber der Glauben umher, selbstbestimmt und selbstständig in einer Beziehung zu sein, würde bedeuten, alles zu können.  Damit machen wir uns kaputt und noch schlimmer, wir verhindern den gemeinsamen fließenden Tanz der Gegensätze und der Gemeinsamkeiten mit unserem Partner. Ich durfte sehr viel lernen von meinen Partnern und mir, sagen wir mal, Grundkenntnisse in Bereichen aneignen, von denen ich vorher so absolut keinen Plan hatte. Trotzdem liegen hier nicht meine Stärken. In diesen Bereichen gebe ich die Führung gerne ab und lass mich führen.

Da ich  meine Stärken kenne, weiß ich, in welchen Bereichen ich die Führung übernehmen kann. Problematisch wird es gerne, wenn beide die gleichen Stärken haben, bzw. Bereiche in denen sie die gleichen Stärken haben. Hier ist es wichtig einen  Tanz von Geben und Nehmen zu lernen, mal führt der eine, mal führt der anderen und, was man auch machen kann: jeder kann auch mal innerhalb einer Beziehung für sich tanzen, für sich schwingen. Oder, was ich persönlich liebe: am gleichen Strang ziehen. Gemeinsame Stärken können sich potenzieren und uns unglaublich weit voran bringen, weil wir im gleichen Wind segeln und dann so richtig Fahrt aufnehmen können.

Wir dürfen mehr und mehr lernen zu erkennen, dass Beziehung nicht Machtkampf bedeutet, nicht „Wer ist hier der Bessere“ oder „Wer leistet hier mehr für die Beziehung oder die Familie“. Ich sage ja: Beziehung ist eine Meisteraufgabe, wieder und wieder.

Kenne deine Schwächen

Das erstaunliche ist, dass wir uns häufig selbst fertig machen, in den Bereichen, wo wir eigentlich unsere Stärken haben. Dafür aber sehr oft betriebsblind sind, was unsere Schwächen angehen. Solange wir alleine sind, kommen wir in der Regel gut zurande mit unseren Schwächen. Wir umgehen sie, wir haben tolle Ausreden, warum es so ist, wie es eben ist. Alleine lebt es sich recht gut mit den eigenen Schwächen. Aber in einer Beziehung, sind unsere Schwächen häufig der Knackpunkt des gesamten Beziehungssystems. Das ist übrigens auch der Punkt, der uns gerne so richtig nervt: das Aufdecken unserer Schwächen von unserem Partner.

Wer bekommt schon gerne seine Schwachpunkte um die Ohren gehauen? Aber genau das tun wir, wenn der gemeinsame Tanz aus dem Takt kommt und wir in den Kampf oder Streit gehen. Das, was eigentlich ein Geschenk in einer Beziehung ist: dass man den anderen annimmt, mit all seinen Stärken und all seinen Schwächen, dreht sich: und die Schwachpunkte werden einem vorgehalten. Wenn wir uns selbst nicht angenommen haben mit unseren Schwächen, dann steigen wir hier in das Streitspiel mit ein: verteidigen uns, hauen dem Partner seine Schwachpunkte als Retourkutsche um die Ohren. Die Schwächen vorgehalten zu bekommen, nervt. Wir wollen ja toll sein. Wir wollen ja, dass der andere uns toll findet. Am liebsten, dass er von uns, als die tollste Person überhaupt denkt, oder? Aber ehrlicherweise, möchten wir geliebt werden, so wie wir sind, auch oder so gar vor allem mit unseren Schwachpunkten. Bekommen wir die Schwachpunkte um die Ohren gehauen, sind wir verletzt. Schnell wird die ganze Liebe in Frage gestellt.

Auch wenn es sich jetzt für dich profan anhört: aber bitte, kenne deine eigenen Schwachpunkte. Sei ehrlich zu dir selbst ohne dich fertig zu machen. Warum das so wichtig ist? Weil die Selbst-Erkenntnis dir helfen kann, aus dem Kampf der Schwachpunkte auszusteigen. Ich weiß, dass hört sich vielleicht jetzt merkwürdig an, aber einen Versuch ist es wert.

Wenn wir uns verlieben, dann haben wir in der Regel die rosarote Brille auf. Der Partner ist halt einfach perfekt und wunderbar. Erst mit der Zeit fallen uns die Macken auf, die Schwachpunkte eben und häufig sind es die Schwachpunkte, die uns auch so richtig nerven am Partner.  Vielleicht, dass er nicht nein sagen kann und immer jedem helfen muss, vielleicht dass er überall seine Klamotten rumliegen lässt, vielleicht dass er Angst hat die Wahrheit zu sagen und lieber lügt, als zu sich und seinen Bedürfnissen zu stehen. Es gibt so viele Schwachpunkte. Aber wenn wir uns eingestehen, dass ich Schwachpunkte habe und du Schwachpunkte hast, dann können wir im gemeinsamen Tanz anfangen uns gegenseitig zu inspirieren und ja auch mal aushelfen. Es muss in einer Beziehung nicht jeder für sich alleine sich durchs Leben kämpfen.

Wir kommen doch zusammen, um in Liebe einen gemeinsamen Weg zu gehen. Ja, jeder seinen Seelenweg und doch können wir uns auf unseren individuellen Wegen inspirieren und auch unterstützen, teilen, Licht sein. Erinnere dich wieder an den Tanz: es ist ein Fließen, ein Geben und ein Nehmen, ein Unterstützen in den Schwachpunkten, ein sich Bereichern lassen in den Stärken. Ich weiß, es hört sich besser an, als die Realität es dann zeigt. Weil wir noch lernen.

 Wir lernen erst noch, wieder Beziehungen auf Augenhöhe zu führen. Beziehungen, in denen wir aufhören uns gegenseitig zu zermürben und zu verletzen. Beziehungen in denen wir anfangen, achtsam mit den Schwächen des anderen umzugehen, weil wir achtsam mit unseren eigenen Schwächen umgehen. Wenn ich erkenne, dass ich eben nicht perfekt bin, dann kann ich es auch nicht mehr von meinem Partner erwarten. Wenn ich erkenne, dass mein Partner mich mit meiner Schwäche nimmt, dann kann ich vielleicht auch mit seinen Schwächen liebevoll einen Weg finden umzugehen. Es ist hier wichtig immer zu schauen: was kann ich nehmen und was kann ich absolut nicht nehmen. Wir dürfen in einer Beziehung auch immer lernen uns zu wandeln. Nicht um dem Partner besser zu gefallen, sondern um mehr und mehr auch meine Schwächen in die Stärke zu bringen. Für mich wandle ich mich. Nicht für den anderen. Das würde auf Dauer nicht gut gehen.

Wenn wir eine Beziehung eingehen, dann entscheiden wir uns gemeinsam einen Seelentanz zu tanzen. Und der ist immer, wirklich immer in Bewegung, immer in Wandlung, hat in jedem Moment das Potenzial großartig zu werden oder alles zu zerstören. Mal sind wir ganz eng, ganz vertraut und mal sind wir weit auseinander und entfernt. Eigentlich gehen wir eine Beziehung ein, um nicht weiter Einzelkämpfer zu sein, sondern um uns gegenseitig zu ergänzen, aus zwei „Ich bin`s“ etwas Größeres zu erschaffen, als die beiden Einzelteile hergeben. Beziehung auf Augenhöhe bedeutet zu erkennen, dass wir gleich sind. Dass wir ein jeder unsere Stärken und Schwächen haben und wir lernen dürfen damit einen gemeinsamen Tanz der Liebe zu tanzen.Denn das ist der entscheidende Punkt am Ende:

Sei Liebe

Die Kunst einer Beziehung ist es, aus dem ersten Verliebtsein und nach Abnahme der rosaroten Brille, einen Tanz der Liebe zu tanzen. Der muss nicht gleich perfekt sein, was muss das schon. Die Liebe darf sich entwickeln, mal ist sie ganz präsent und mal ist sie vielleicht weit im Hintergrund, aber die Liebe ist es, die wie ein stetiger Strom den Beziehungstanz bestimmt. Und weißt du was: das hat jeder verdient. Du verdienst es, dass du dich selbst liebst und dass du von deinem Partner geliebt wirst, wenn du dich auf einen Tanz mit seiner Seele, mit seinen Stärken und Schwächen einlässt. Aber umgekehrt ist es genauso: dein Partner hat es auch verdient von dir geliebt zu werden, mit seinen Stärken und Schwächen, mal mehr, mal weniger, aber Liebe ist das tragende Gerüst auf dem eine Beziehung auf Augenhöhe steht.

Können wir unseren Partner nicht lieben, fühlen wir trotz aller Stürme an der Oberfläche, trotz aller Wandlungsphasen, die wir oder unser Partner durchlaufen, in der ruhigen Tiefe nicht mehr die Liebe zum anderen, dann dürfen wir hinterfragen, ob wir den gemeinsamen Seelentanz fortführen wollen, oder ob die Zeit gekommen ist, ihn zu beenden. Können wir unseren Partner nicht mehr lieben, dann ist es Zeit ihn gehen zu lassen, ihn frei zu lassen, damit er die Chance bekommt in einer Verbindung Liebe zu erfahren, so wie du auch dir selbst die Chance gibst, wieder zu lieben und Liebe zu erfahren, wie du sie erfahren möchtest. Und vergesse dabei nicht: jede Beziehung hat Höhen und Tiefen, es spielen nicht immer die Geigen auf Wolke 7. Verliebt Sein ist ein Gefühl, welches kommt und geht, aber darauf würde ich keine Beziehung aufbauen. Liebe ist die Kraft, die dem Sturm Stand halten kann. Liebe ist die Kraft, die uns einlädt gemeinsam zu tanzen, gemeinsam das Leben zu erfahren, gemeinsam die Lebenszeit zu erfüllen.

Liebe verlangt nicht die Aufgabe deiner Individualität oder die des Partners. Liebe verlangt nicht, dass du dich verrenkst, aufgibst, wandelst, damit du dem Partner besser passt. Liebe verlangt nicht, dass du deine Träume loslässt, deine Begabungen über Bord wirfst. Liebe lädt dich ein in den Tanz zu gehen. Dich selbst zu erfahren, deinen Rhythmus zu fühlen, den anderen wahrzunehmen, den anderen zu fühlen,  zu schauen, was gemeinsam möglich ist und wo jeder für sich aufbaut und entwickelt. Liebe lässt immer frei, frei zu gehen und frei sich einzulassen.

Partnerschaft ist eine Meisteraufgabe, wieder und wieder. Kenne deine Stärken, kenne deine Schwächen, lass dem Partner Raum für seine Stärken und sei nachsichtig mit seinen Schwächen. Sei Liebe in jedem Augenblick: Liebe zu dir selbst und zur Seele deines Partners.

Ich wünsche dir von Herzen einen großartigen Tanz mit dir selbst und gemeinsam mit deinem Partner. Deine Jennifer

Und nicht vergessen: wenn du mehr in deine Stärken finden möchtest, wenn du unabhängig sein möchtest von Machtspielchen, Manipulationen und Gefühlschaos, lade ich dich ein den urvertrauen online Kurs: die Magie des Inneren Kindes zu machen. Je mehr wir in die heile Innere Kind Energie eintauchen können, desto freier können wir lieben, können wir unsere Liebe für uns nutzen und in die Welt geben. Ich freue mich auf dich.

Weiterführender online Kurs der urvertrauen Akademie

Die Magie es Inneren Kindes - ein urvertrauen original online Kurs
Jetzt zum Special Preis von 20,-- Euro (statt 55,-- euro)


Weiterführende Artikel zu diesem Themengebiet

Weiterführende Podcast Folgen zu diesem Themengebiet

#1 GELD Tipp: Kenne deine Beziehung zum Geld

Deine Beziehung zum Geld
Auch wenn es uns häufig nicht bewusst ist, mit Geld führen wir eine Beziehung. Eine lebenslange Beziehung. Häufig ist es die längste Beziehung, die wir überhaupt in unserem Leben führen. Diese Verbindung beginnt sobald wir von Geld hören, in der Regel in unserer Familie und endet in dem Moment, wo wir wieder auf die andere Seite wechseln.

Es ist eine Beziehung, die nicht getrennt werden kann. Solange wir weltweit mit Geld arbeiten, solange wird diese Beziehung bestehen. Gleichgültig, ob du dir innerlich weiß zu machen versuchst, dass dem nicht so ist. Dass du keinen Wert legst aufs Geld. Dass dir Geld egal ist. Du darfst denken, was du möchtest.

 Aber du liest jetzt gerade diesen Text hier.  Daher gehe ich davon aus, dass du deine Beziehung zum Geld zum Guten wandeln möchtest. Auf dem Weg dahin, kann es gut sein, dass so manche Hürde kommt. Wir manchmal aufgeben wollen, uns umdrehen und einfach wieder den Kopf in den Sand stecken möchten.
 
Ich verspreche dir hier keinen leichten Weg. Es gibt kein: lies diesen Blog und schon bist du alle deine Probleme los. Es funktioniert leider nicht so. Auch wenn ich mir das auch schon so manches Mal gewünscht habe. Die Zauberfee, die mit ihrem Zauberstab wedelt und schon habe ich keine Angst mehr vor dem Geld, keine Sorgen mehr,wie ich alles bezahlen soll. Ja, das wäre schön. Aber was, wenn wir selbst diese Zauberfee wären? Wenn wir es in der Hand hätten unsere Beziehung zum Geld zu wandeln. Du ahnst es schon, nicht wahr? Die Beziehung zum Geld liegt in unseren Händen.  Und ja, sie ist auch geprägt davon, wie wir groß geworden sind, welche Glaubenssätze wir verinnerlicht haben, was uns über das Geld erzählt wurde. Wenn unsere Beziehung zum Geld nicht gut ist, dann liegt es jetzt in unseren Händen, dies zu wandeln.
 
Dabei werden wir durch den dunklen Tunnel gehen. Uns mit uralten, vertrauten Ängsten, Sorgen, Zweifeln, Unsicherheiten konfrontiert sehen. Aber nur, wenn wir ehrlich zu uns selbst sein können, kann eine Wandlung zum Besseren, vielleicht sogar zum Besten stattfinden.

Geld ist in der Regel für uns irgendwie abstrakt und nicht richtig greifbar. Es ist etwas mit dem wir fast jeden Tag in irgendeiner Form zu tun haben, doch nicht genau wissen mit was wir es eigentlich zu tun haben. Die Vorstellung das Geld einfach Energie ist, fand ich lange Zeit persönlich auch nicht besonders hilfreich. Und ich kenne genug energetisch arbeitende Menschen, die sich eigentlich mit dem Energiefluss gut auskennen und trotzdem mit dem Geld nicht zu Rande kommen.
 
Ja, Geld ist Energie, aber nicht irgendeine Energie, sondern deine Energie. Geld spiegelt dich wieder: das, was du über dich denkst, wie du über dich sprichst und ja, auch wie du mit dir selbst umgehst. Diese Qualitäten des Geldes sagen nichts über die Summe des Geldes aus, die du besitzt. Es gibt sehr reiche Menschen, die nicht grün sind mit dem Geld, die sich arm fühlen, weil ihre Beziehung zu sich selbst arm ist. Und es gibt Menschen die vielleicht auf Geldebene nur das Wenigste haben und doch total im Einklang mit dem Geld sind, weil sie mit sich und der Welt im Reinen sind. Wenn du mit dir selbst uneins bist, dann wird auch eine Million Euro, dich nicht besser fühlen lassen. Dann kannst du dir alles leisten und bist doch nicht glücklich.  Das Gefühl nicht genug zu sein,  nicht genug zu haben, wird Geld nicht wandeln. Achtung das ist wirklich wichtig, um den Schlüssel zum wahren Geldfluss in die für dich gewünschte Richtung zu drehen: Geld ist nie das Problem, sondern immer ein Spiegel an dem du deine eigenen inneren Probleme  von Selbst-Wert, Selbst-Liebe, Selbst-Achtsamkeit u.a erkennen kannst.  (Für alle, die bei mir schon mit den Kosmischen Gesetzen gearbeitet haben, an deiner Beziehung zum Geld kannst du alle kosmischen Gesetze gespiegelt sehen - ein echter Knackpunkt ist hier die Aussage: innerer Reichtum = äußerer Reichtum, die häufig fehlinterpretiert wird. Geld und die Kosmischen Gesetze werden wir uns in einem anderen Artikel noch mal vertiefend anschauen)

 Ich lade dich nun ein, anzufangen mit dir Selbst und mit dem Geld eine wundervolle Beziehung anzufangen. Vielleicht magst du hierfür die jetzt folgenden Seelenfragen für dich beantworten, versuche dabei so ehrlich wie möglich dir selbst gegenüber zu sein. Nur so können wir eine echte Wandlung in unserem Leben vollziehen. Stell dir dabei vor, dass Geld dein Lebenspartner ist, dein Geliebter mit dem du eine Beziehung führst, die nicht getrennt werden kann.
Du bist mit dem Geld verbunden. Jedoch ist die Geldbeziehung eine ganz besondere – und hier kommt die Energie ins Spiel. In einer gewöhnlichen Beziehung treffen zwei Seelen aufeinander und fangen gemeinsam einen energetischen Tanz der Verbindung an. Mal ist man sich ganz nah, dann weit entfernt, mal tanzt man im gleichen Rhythmus, mal ganz unterschiedlich. Mal fließt man über vor Liebe und Glück, mal ist man frustriert, traurig, unsicher. So viele Emotionen. Das ist das Wundervolle an Beziehungen zu anderen Menschen. Wir haben einen gegenüber. Eine Seele mit der wir gemeinsam uns erfahren können.

ACHTUNG ich wiederhole es nochmal, weil es so extrem wichtig ist:DEINE BEZIEHUNG ZUM GELD IST ENERGETISCH EINE BEZIEHUNG ZU DIR SELBST.
Das gilt für alle Menschen, egal ob sie geldtechnisch gesehen arm, reich oder so in der Mitte schwimmen. So wie du über Geld denkst, redest, handelst, so denkst, redest oder handelst du über dich. Geld ist dein schonungsloser Spiegel, dem du nicht entkommen kannst. Es gibt eigentlich sonst nichts, wo du dich selbst so gut erkennen kannst, wie in deiner Beziehung zum Geld -  und wir wollen es in der Regel nicht wahrhaben.

Bei Geld fangen wir, genauso wie in unseren partnerschaftlichen Beziehungen, ganz schnell an das Schwarze Peter Spiel zu spielen mit der großen Frage: Wer ist schuld? Das Geld ist schuld, dass du nicht reisen kannst. Das Geld ist schuld, dass du dir die Ausbildung nicht leisten kannst. Das Geld ist schuld, dass deine Beziehung schlecht ist. Das Geld ist schuld, dass du dich so mies fühlst. Das Geld ist grundsätzlich und gerne an allem schuld. Seien wir ehrlich: das ist ja auch äußerst praktisch. Wenn wir unserem Lebenspartner die Schuld für alles geben, wird er sich wehren. Es kommt zum Streit, zu Auseinandersetzungen. Das Geld wehrt sich nicht. Es ist ein extrem geduldiger Lebenspartner. Du kannst ihm alle Schuld, alle schlechten Gefühle entgegen schleudern. Es wird es nehmen.

Aber wenn du den Blickwinkel änderst und dir vorstellst, dass es nicht mehr das Geld ist, welches dir gegenüber steht, sondern du dir selbst gegenüber stehst, dann können wir erkennen,  dass wir die ganze Zeit das Schuldspiel mit uns selbst spielen. Ich weiß, dass es hart ist, das zu nehmen. Diese Aussage anzuerkennen: „Deine Beziehung zum Geld ist energetisch eine Beziehung zu dir selbst“, kann schwer sein, auf massive innere Ablehnung stoßen. Vielleicht möchtest du jetzt schon wegklicken und sagst: „Was für ein Blödsinn!“

Das kannst du gerne machen. Dir selbst entkommst du trotzdem nicht. Im Bezug zum Geld, genauso wie in all deinen menschlichen Partnerschaften, kannst du nicht den anderen ändern, sondern nur dich selbst und deine Einstellung zu dir und deinem Leben. Ich bemühe mich, dir so viel ich kann mitzugeben, damit du eine wundervolle Liebesbeziehung zum Geld (und damit letztendlich auch zu dir) beginnen kannst. Was du daraus machst, wie viel du davon nimmst, das ist deine freie Entscheidung.

Geld ist geduldig. Es wandelt sich, wenn du dich wandelst. Und täusche dich nicht, man kann sehr viel Geld haben und trotzdem eine schlechte Beziehung zu ihm führen, in dem man z.B. immer noch mehr braucht (Spiegel u.a. für deine eigene innere Leere), in dem man es immer in einem rasanten Tempo ausgibt (Spiegel u.a. sich selbst wertlos oder als Versager fühlen).Ich persönlich finde Geld großartig, auch wenn meine Beziehung zu ihm – damit zu mir selbst – bei weitem nicht immer liebevoll war. Ich habe es zutiefst gehasst, abgelehnt, ignoriert, versucht mit Gewalt aus meinem Leben zu verbannen (ja, daran kannst du sehen, dass ich mich selbst sehr lange nicht geliebt habe). Aber mit der Selbstliebe kam das Geld zu mir, kam der Frieden mit dem Geld, kam die Dankbarkeit, kam die Unwichtigkeit von Statussymbolen und das Weglassen von Anhäufen von Dingen, die mich nicht erfüllen.  Wenn ich das schaffe, dann schafft das auch jeder andere. Wirklich jeder.

Mit dem Thema Geld zu arbeiten, ist Arbeit an sich selbst. Du steigst so tief ein, wie du bereit bist, dich einzulassen. Du bist erwachsen und du trägst die Verantwortung für dich und dein Wohlbefinden. Auch sehr wichtig auf dem Geldweg: wie gut du auf dich achten kannst, wie gut du dich selbst, um dich kümmern kannst. Heute ist ein guter Tag, um anzufangen deine Beziehung zum Geld neu einzustellen. Ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich Gute auf diesem Weg. Vielleicht kann man  Liebe nicht mit Geld kaufen, aber du kannst eine wundervolle Liebesbeziehung zu dir selbst und zum Geld beginnen.

Möge deine Selbstverbindung erfüllend sein.
Alles Liebe, deine Jennifer

Und wenn du Lust hast, mit mir den Erfüllungsweg zu gehen und noch tiefer in die Seelenarbeit einzutauchen, dann ist der Erfüllungskurs vielleicht genau das Richtige für dich. Hier jetzt mehr erfahren. 

#4 Wage ein außergewöhnliches Leben

#4 Außergewöhnliches Leben

Ein gewöhnliches oder ein Außergewöhnliches Leben – es ist deine Entscheidung

Stell dir vor, irgendwann, wenn wir gestorben sind, treffen wir uns wieder, auf einer Wolke sitzend, und erzählen uns von unserem Leben, welches wir jetzt führen. Was würdest du erzählen?

Das, was spannend ist, sind doch die außergewöhnlichen Momente. Der Punkt, wo etwas passiert ist, was jenseits des gängigen Alltagstrotts lag.

Keinen interessiert ist, dass du 20 Jahre lang, Montag bis Freitag von 9:00 – 17:00 Uhr gearbeitet hast, dass du auf deine Rente gewartet hast. Ganz ehrlich, dass interessiert dich doch sicherlich nicht mal selbst.

Die Reise nach Guatemala, der Sonntag wo du aus 4500m mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug gesprungen bist, der Moment, wo du mit dem Skateboard gegen die Wand gefahren bist und in der Notaufnahme genährt werden musstest, dein Heiratsantrag, der Moment, wo du erfährst, dass du Vater oder Mutter wirst, die Tage, wo du nicht wusstest, wie es weiter geht und dann doch einen Weg gefunden hast.

Die außergewöhnlichen oder sagen wir die emotionalen Momente sind es, die unser Leben ausmachen, denkwürdig machen. Ja, auch die Momente, wo uns mal die Luft weggeblieben ist, wo wir Angst hatten, wo wir so traurig und verzweifelt waren, dass wir dachten, dass Leben sei nun zu ende, sind außergewöhnlich.

Die Seele erfährt sich über Emotionen, sie fühlt, sie erfüllt sich mit Erfahrungen. Immer der gleiche Trott auf Wolke 4 stumpft sie ab und macht ein Leben grau und fad.

Die Kunst ist auch in den „notwendigen“ Alltagsdingen das Außergewöhnliche zu entdecken.  Ja, es mag Trott sein, deine Kinder zum Fußball zu fahren. Aber weißt du eigentlich wie außergewöhnlich es ist, dass du das machen darfst. Das Seelen, als Kinder zu dir gekommen sind, die dir vertrauen, dass du dich gut um sie kümmerst. Dass du Zeit in Frieden mit ihnen verbringen darfst, dass du es ihnen ermöglichen kannst, dass sie Fußball spielen können, dass deine Kinder für einen kleinen Augenblick eintauchen können in die Vorstellung ein großer Nationalfußballer zu sein. Das ist außergewöhnlich.

Finde die Außergewöhnlichkeit in allem, was du tust und wenn da nichts ist, dann erschaffe neu, ändere deine Blickwinkel, ändere deine Wahl, öffne die Augen und sieh dein Leben in einem neuen Licht.

Fülle es mit Momenten, wo du dich getraut hast, heraus zu treten aus dem goldenen Käfig, Neues zu entdecken jenseits Norm. Fülle es mit Momenten, die dich emotional bewegen. Die dich zum Lachen bringen, zum Lieben, zum Weinen, zum Schreien, zum Dankbar Sein, zum Chaos, zum Frieden.

Das bist du, eine Seele, die sich selbst als Schöpfer ihres Lebens erfährt. Nicht eine Seele, die zu Lebzeiten lebendig tot ist.

Wir haben die Wahl, in jeder Sekunde.

Denk daran, was würdest du mir erzählen, wenn wir auf der Wolke sitzen. Ich hoffe, du erzählst mir von einem außergewöhnlichen Leben.

Marionette Sein im eigenen Leben – die Suche nach der eigenen Größe

Marionette sein im eigenen Leben

5 Zeichen, dass du dich gerade nicht in deiner Größe befindest

Kennst du auch diese Situationen in deinem Leben, wo plötzlich alles irgendwie nervig zu sein scheint? Wo man plötzlich keine Lust mehr hat dieses oder jenes zu tun, obwohl man doch eigentlich zuerst ganz Feuer und Flamme dafür war? Vielleicht sogar Momente, in denen man am liebsten davon laufen würde und alles einfach hinter sich lassen möchte?

Sicherlich gibt es viele Gründe, warum diese Gefühle entstehen können, aber ein Grund ist: wenn du deine Macht an andere abgibst. Wenn wir nicht in unserer eigenen Schöpfergröße uns befinden, sondern wir andere über unsere Lebenszeit bestimmen lassen. Und weißt du was, das passiert ganz oft ganz schleichend und unbewusst.

Meine Artikel schreibe ich immer aus dem Moment heraus in dem sie in mir entstehen. Es geht hier nie darum, dir zu erzählen, was du tun oder lassen solltest. Ich schreibe mir selbst – es ist wie ein offenes Tagebuch der Selbsterkenntnis und Seelenentwicklung. Und ich nehme dich mit, lasse dich an meiner Reise teilhaben, vielleicht als kleine Inspiration. Du bist ganz frei. Das ist wichtig sich noch mal klar zu machen, gerade, wenn wir genervt sind von unserem Leben: wir sind frei, es jederzeit zu ändern.

Genervt sind wir oft, weil wir uns gerade nicht frei fühlen, weil wir das Gefühl haben, dass jemand oder etwas über uns und unsere Lebenszeit bestimmt und wir irgendwie uns selbst in eine Situation manövriert haben, wo wir plötzlich zur Marionette mutieren. Und das nervt. Ich kann ein Lied davon singen. Ich war wahrlich eine Meisterin darin mich in solche Situationen zu begeben. Wir tun dann plötzlich Dinge, die wir gar nicht machen wollen (gehen zu Einladungen, obwohl es uns besser getan hätte, gemütlich zuhause zu bleiben – machen Arbeiten, die eigentlich nur eine Belastung oben auf sind – ) und fühlen uns dadurch gestresst. Aber wir wollen halt niemanden vor den Kopf stoßen, wir wollen nett und höflich sein, wir wollen, dass die anderen uns mögen und gut von uns denken, wir wollen Auseinandersetzungen und Konfrontationen vermeiden, wir wollen nicht das andere schlecht von uns reden…. Wer will das schon alles? Und während wir uns verrenken, geht es uns plötzlich im eigenen Leben schlecht. Ich durfte es so oft erleben und ich sage dir: ich fühlte mich wie ein rückgratloser Flubberwurm, weil ich es geschafft hatte mir zeitgleich mehrere dieser Baustellen aufzubauen (in der Schule, im Verein, im Freundeskreis, in der Arbeit), in denen ich es irgendwie den anderen recht machen wollte und mich dabei selbst verraten habe. Und in dem Moment, wo man das erkennt, darf man dann erstmal den Schlamassel wieder aufräumen, klärende Gespräche führen – ja, sich selbst an den eigenen Haaren aus dem Schlamm heraus ziehen. Durchatmen, die Lektion erkennen, die man hier lernen durfte und weiter schöpfen, wieder ein Stückchen näher an der eigenen Schöpfergröße heran. Ich kann dich nur einladen, nicht zu verzweifeln, wenn du erkennst, dass du gerade wieder deine Macht abgeben hast an andere, dass andere wieder über deine Lebenszeit und deine Kräfte bestimmen und dir sagen was du tun und was du lassen sollst, wie du zu funktionieren hast, damit es passt. Und noch schöner: was du zu fühlen hast und das die Gefühle, die du aber in Wahrheit gerade fühlst, nicht die richtigen sind…. Lies den Satz ruhig noch mal: Menschen, die dir erzählen, dass die Gefühle, die du fühlst, nicht die richtigen sind.

Es hat echt eine Weile gedauert, bis ich dieses Spiel durchschaut habe. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber früher habe ich mich immer sofort davon verunsichern lassen: wie ich fühle nicht richtig? Verdammt! Ich muss das fühlen, was der andere mir sagt, damit ich richtig bin! Das passiert, wenn wir nicht in unserer Größe sind. Nicht in unserer Schöpfermacht. Meine Seelen-Entwicklungsarbeit hat mich dahin gebracht, dass ich heute schneller das Spiel durchschaue (nicht, dass ich nicht doch ab und an in das Loch falle, aber es wird immer seltener. Gerade vor einer Weile bekam ich eine wohl gut gemeinte Email von einer mir völlig unbekannten Frau, die mir erzählte, dass meine Gefühle nicht richtig wären und sie mir das jetzt mal alles richtig erkläre, damit ich mich zurecht rücken kann und passend fühle. Es geht hier nicht darum, diese Email zu bewerten. Sondern für mich war diese Email heilsam. Früher hätte mich die Email richtig getroffen und ich hätte sofort gedacht ich und meine Gefühle wären nicht richtig- etwas weiter hätte ich mich tierisch aufgeregt über die Frechheit der Frau mir erzählen zu wollen, was ich zu fühlen habe – doch nun konnte ich lächeln (nicht über die Frau oder die Email)- sondern einfach weil ich so viel Liebe für mich und meine Gefühle beim Lesen dieser Email gespürt hatte. Und dabei wusste: dass, was ich fühle, ist wahr. Und zwar nur für mich. In diesem Augenblick. Wahr für niemanden anderen. Eine Momentaufnahme meines Seins. Das ist die eigene Größe. Das ist der Moment, wo du deine eigene Größe fühlen kannst. Und du darfst fühlen in jedem Augenblick und du selbst Sein in jedem Augenblick, der der du bist. Wenn du deine Größe fühlst, dann gibt es plötzlich kein Bedürfnis mehr sich zu rechtfertigen, sich verteidigen zu müssen, in den Kampf gehen zu müssen, dem anderen gefallen zu müssen. In der eigenen Größe gibt es die Selbst-Liebe und diese Liebe ist einfach.

Die eigene Größe bringt dir Klarheit über dich selbst, das, was du brauchst, den Weg, der jetzt stimmig für dich ist. Es heißt nicht, dass wir nicht Hürden meistern dürfen, dass nicht ab und an Steine kommen und wir unsere Ängste überwinden dürfen. Niemand behauptet, dass die eigene Größe nicht auch immer wieder eigene Seelen-Erkenntnis Momente bringt, an denen wir zu knabbern haben.

Vergiss nicht. Du bist frei. Du musst nichts aushalten, wo es dir schlecht geht, wo du krank wirst, wo du das Gefühl hast, bald durchzudrehen. Du bist frei, für dich herauszufinden, was dir gut tut und was nicht, und das dürfen wir dann klar mit unserer Umwelt kommunizieren. Und ja, dann dürfen uns die anderen auch doof finden, sie dürfen hinter unserem Rücken schlecht reden – wichtig ist doch, dass es dir in deinem Leben gut geht. Du lebst deine Lebenszeit für dich und nicht für die anderen und schon gar nicht, dafür, dass andere dich toll oder sonst wie besonders finden. Es geht darum, dass du Menschen in dein Leben hereinlässt, die dich verstehen, Menschen mit denen wir Beziehung leben und nicht Erziehung erfahren (darüber schreibe ich demnächst noch einen eigenen Artikel – sehr wichtiges Thema). Wichtig ist, dass du Luft zum Atmen hast in deinem Leben und nicht daran erstickst. Wichtig auch: dass wir kein Tabularasa ständig veranstalten, sondern unseren selbstverzapften Schlamassel vernünftig aufräumen- die Menschen nicht vor den Kopf stoßen, sondern mehr und mehr den Mut entwickeln auch verbal zu äußern, warum wir jetzt etwas nicht tun, warum wir nicht zu einer Verabredung kommen, warum wir nicht zur Geburtstagsfeier kommen, warum wir diese ehrenamtliche Aufgabe nicht weiterführen werden, warum wir den Job kündigen oder die Beziehung ändern. Wir dürfen lernen, um es mal auf gut deutsch zu sagen: „den Arsch in der Hose haben“ zu uns und unseren Bedürfnissen zu stehen. Und wir dürfen sie äußern. Wir müssen den anderen nicht davon überzeugen. Dass ist nicht das, worum es geht. Wenn wir aus dem Spiel der anderen (die Macht über uns ausüben und wenn es auch ganz lieb und subtil ist, die uns versuchen zu manipulieren) aussteigen, sind sie selten davon begeistert und versuchen häufig mit allen Mitteln dagegen anzugehen. Dürfen sie. Wenn du in deiner Mitte bleibst, in deiner Größe, wenn du es schaffst mehr und mehr dir und deinen Bedürfnissen treu zu bleiben, dann macht es nichts, wenn die anderen sich aufregen. Wir entziehen uns der Fremdkontrolle und finden in unsere Schöpfermacht. Das ist deine Größe: du bist der Schöpfer deines Lebens – du bist der Gestalter deiner Lebenszeit.

Gute Zeichen, um zu erkennen, dass du gerade nicht in deiner Größe und Schöpfermacht bist sind:

  1. Dein Leben nervt dich

Wenn dein Leben, die Aufgaben, die sich darin befinden, die Menschen, die sich darin befinden, dass was der Tagesverlauf dir bringen wird, wenn dich etwas davon nervt, dann ist das eine riesen Einladung hinzuschauen, was wir da geschöpft haben,  so dass es uns nervt. Vergiss nicht: wir sind immer die Schöpfer, die Gestalter unseres Lebens. Wir tragen in jedem Augenblick die Verantwortung für UNS. Das ist wichtig. Und wir dürfen anfangen unser Leben zu wandeln, bis wir es lieben, bis wir die Dinge und die Menschen, die sich darin befinden, nehmen können ohne genervt zu sein.

  1. Du willst die Aufgaben nicht erledigen, die du eigentlich tun sollst/musst

Wenn du Aufgaben erledigen sollst, die du nicht magst, dann bist du nicht in deiner Größe. Achtung: damit meine ich nicht, dass wir nicht manchmal Aufgaben meistern dürfen vor denen wir Angst haben, an denen wir wachsen können. Es geht hier nicht um ein Aufgaben-Flucht-Verhalten, um die Selbst-Erkenntnis zu vermeiden. Es geht hier eher um Aufgaben, die eigentlich nicht zu dir gehören: „Sei doch so gut und erledige das für mich!“, „Du kannst es so gut oder so viel besser, als ich, mach du es doch“, „Wenn du mich liebst, dann machst du das für mich“, und viele weitere Sätze, die es schaffen uns genau in solche Aufgaben-Dilemma hinein zu schaukeln. Eigentlich gehört die Aufgabe jemand anderem, der macht sie nicht und schafft es uns irgendwie die Verantwortung unterzujubeln (und wenn wir ehrlich sind: umgekehrt können wir das bestimmt auch hervorragend: was machst du nicht gerne, was aber eigentlich deine Aufgabe ist und du versuchst es jemand anderem anzudrehen, der das für dich übernehmen möge?). Natürlich können wir das Spiel immer auf beiden Seiten der Medaille spielen. Aber beide Mal gehen wir nicht in unsere Größe und wir nehmen dem anderen die Gelegenheit in seine eigene Größe zu gehen. Hier gewinnt letztendlich keiner. Und ja, es gehört einiges dazu, dieses Spiel zu durch schauen und dann noch ehrlich zu sagen: „Weißt du was, ich mache das nicht. Das ist deine, nicht meine Aufgabe!“ – hier dürfen wir Größe zeigen.

  1. Latent oder offen aggressiv sein

Wenn wir nicht in unserer Größe, in unserer Macht sind, sondern der „Spielball“ anderer, stellt sich über kurz oder lang offene oder latente Aggressivität ein. Bei einigen dauert es länger, bei anderen zeigt es sich schneller, wenn permanent die eigenen Grenzen überschritten werden und man nicht mehr Herrscher in seinem Reich ist. Viele haben ein Problem mit Aggressivität – wie war das noch mit dem lieb und nett Sein?- und so verstecken wir sie hinter vielen Dingen: lästern z.B., dem anderen nichts Gutes wünschen, Neid, Erwartungen und Anforderungen (an unsere Partner, unsere Kinder, wie sie zu sein haben, wie sie ticken sollen, wie sie ihr Leben gestalten sollen), Süchte. Wenn wir nicht Herrscher in unserem Reich sind, dann versuchen wir gerne, auf den Thron unserer Mitmenschen zu gelangen und über sie zu herrschen. Dann wissen wir immer besser, was dem anderen gut tut, was er jetzt entscheiden soll, wie er sich jetzt verhalten soll und sind tief gekränkt und menschlich enttäuscht, wenn sie nicht auch zu einer Marionette werden (nämlich zu unserer). Aggressionen laden dich immer ein, inne zu halten und hin zu schauen: was in deinem Leben macht dich wirklich aggressiv. Und nein, es geht hier nicht um ein Schuldspiel, wenn dein Partner, deine Kinder, deine Eltern anders wären, ja dann bräuchtest du nicht aggressiv zu sein. Aggression lädt dich ein hinzuschauen, wo lebst du deine Größe nicht tatkräftig aus. Wo bist du in einem Kontrollsystem gefangen (vielleicht sogar in einem von dir regulierten) und bekommst keine Luft zum Atmen, kannst deinem Schöpferimpuls keinen Raum geben, findest keinen Weg ihn auszuleben. Aggression lädt uns ein ins Tun zu kommen, für uns, der Künstler unserer Lebenszeit zu werden und sie erfüllen mit Dingen, die uns bereichern.

  1. Das Bedürfnis zu weinen oder zu schreien

Hinter der Aggression steckt dann häufig eine tiefe Traurigkeit. Und manchmal fühlt es sich so an, als wäre man tief in einem Verlies angekettet und könnte nur noch aus Verzweiflung schreien. Das sind auch häufig die Momente in denen wir uns verloren fühlen, glauben absolut keine Kontrolle zu haben über die Geschehnisse in unserem Leben und einfach keinen Ausweg aus bestimmten Situationen sehen. Wir fühlen uns dem Status Quo ausgeliefert. Wir fühlen uns gefangen in den Rollen in die wir uns –bewusst oder unbewusst- selbst hinein begeben haben. Wir haben Angst die Ketten abzustreifen, einfach mal unseren ganzen Frust herauszubrüllen, zu weinen bis keine einzige Träne mehr da ist, um dann tief durch zu atmen und die Kontrolle über unser Leben und das, was darin geschieht wieder zu übernehmen. In solchen Momenten können wir vielleicht nicht sofort unser ganzes Leben umkrempeln, aber wir können es Stückchen für Stückchen für uns ändern, dass es uns mehr und mehr wieder gut geht. Wir sind in keinem Job gefangen, in keiner Beziehung. Das ist wichtig zu erkennen auf dem Weg in die eigene Größe, auf dem Weg in deine Schöpfermacht. Ja, sicherlich liest es sich leichter, als dann die Schritte in der Realität gegangen sind. Aber ich sage nicht, dass immer alles easy ist im Leben. Immer wieder dürfen wir unseren Ängsten ins Gesicht schauen, wenn wir zu uns selbst finden wollen: unsere Angst vor dem Geld, unsere Angst vor der Liebe, unsere Angst nicht gut genug zu sein, unsere Angst unsere Lebenszeit zu vergeuden, unsere Angst vor dem Nichts, vor dem Sterben, dem Tod, dem Alter, der Krankheit. So viele Ängste. Und es ist wichtig, dass wir den Mut haben ehrlich hier mit uns zu sein. Gerade in der spirituellen Szene wird uns gerne immer wieder verkauft, dass alles so einfach ist, dass man immer wunschlos glücklich über regenbogengesprenkelte Einhornwiesen hüpft (ja, es ist überspitzt *lach*). Und schnell wollen wieder andere die Macht über dich erlangen in dem sie dir erzählen, dass deine dunklen Gefühle, dein Schmerz, deine Tränen, deine Ängste nicht wahr sind, nicht echt, unspirituell und schwupps haben wir das Gefühl schon wieder alles falsch zu machen, schon wieder nicht richtig zu sein, weil wir gerade nicht happy sind, weil sich das Leben gerade schwer anfühlt. Dabei sind das ehrliche Anschauen deiner Gefühle ein Schlüssel zum Erkennen, wo der Weg in deine wahre Größe sich befindet. Dort, wo der Schmerz sitzt, haben wir die Kontrolle, die Verantwortung über unser Leben abgeben und kommen damit gleich zum nächsten Punkt

  1. Sich selbst schuldig fühlen oder die Schuld an andere geben

Um unserem Schmerz, unserer Wut oder sonst wie dunklen Gefühlen Herr zu werden, beginnen wir das Schuld Spiel. So haben wir es gelernt, so sehen wir es täglich in den Medien, so muss es funktionieren. Meine Eltern sind schuld, dass ich mich nicht traue, Künstlerin zu sein. Mein Ex-Mann ist schuld, dass ich keinen Pfennig Geld habe. Also Eltern und Ex-Partner sind die besten Schuldprojektoren überhaupt. Wenn du dieses Spiel spielst (und Achtung: es geht jetzt nicht um die Schuld, dass du dieses Spiel spielst, sondern einfach eine Einladung zur Betrachtung), dann schaue mal, wo dich dieses Spiel hingeführt hat: dir geht es schlecht, du verteilst die Schuld nach außen – ändert das was in deinem Leben? Wenn deine Eltern schuld sind, ändert das was an deinem Sein? Im Schuld Spiel geben wir die Macht und Kontrolle über unser Leben und was darin passiert vollständig ab an denjenigen, der schuld ist. An die Eltern, an den Partner, an die Kinder. Sie haben dann die Kontrolle über unser Wohlsein, über das, was wir aus unserer Lebenszeit machen. Und weißt du was: das ist völlig in Ordnung, wenn du es so machen möchtest. Aber wenn du etwas verändern möchtest, in deine Größe kommen möchtest, dann gibt es die Einladung, das Schuld Spiel fallen zu lassen und endlich die Verantwortung für dich und das, was in deinem Leben geschieht zu übernehmen. Ja, vielleicht haben deine Eltern dich nicht ermuntert deinen Begabungen zu folgen, ja, vielleicht zahlt dein Ex-Partner den Unterhalt nicht. Jetzt sind wir erwachsen. Wir sind keine Kinder mehr, die darauf angewiesen sind, dass ein Erwachsener sich gut um uns kümmert. Wenn das alles so ist, dann heißt es Ärmel hochkrempeln und die Verantwortung übernehmen. Du willst Künstlerin sein, dann sei es – du brauchst dafür nicht die Absolution von irgendjemandem. Du willst Geld haben, dann begib dich auf die Suche, wo du es für dich generieren kannst. Du möchtest aber lieber erst für deine Kinder da sein. Dann sei es –das geht auch mit wenig Geld (und ja, ich weiß wovon ich spreche). Du entscheidest, wenn du bereit bist in deine Größe zu gehen. Du entscheidest, wann und ob du aus dem Spiel der anderen austeigen möchtest und für dich die Verantwortung übernimmst. Und ja, das ist dann plötzlich ganz leicht. Auch wenn Ängste hochkommen mögen, ob man das alles so schafft. Ja, die dürfen hochkommen. Diese Ängste kennen wir doch alle, wenn wir ehrlich zu uns sind. Und dann meisterst du sie, weil du in deiner Größe bist und jeden Moment der Angst, den du meisterst, führt dich aus den Ängsten heraus in den Mut, weil du weißt, dass du es kannst. Weil du bereits Hürden genommen hast. Dann nimmst du auch die nächste und die übernächste und mit jeder wird es leichter. Erwachen, Erleuchtung, Seelen-Bewusstsein – ist ein Weg, keine Momentaufnahmen, wir gehen ihn um uns selbst als Schöpfer unserer Realität zu erfahren. Wenn du bereit bist: dann gehe los – das kannst du in jeder Sekunde deines Lebens entscheiden. Warum nicht JETZT.

Ja, es gibt noch mehr Zeichen, die sozusagen eine Verengung der vorher genannte sind, wie z.B. krank werden, dem Leben entfliehen wollen, Burnout, Depressionen und einiges mehr. Doch das schauen wir uns vielleicht ein anderes Mal an.

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig mitnehmen auf den Weg in die eigene Größe. Und wie immer wünsche ich dir von Herzen eine großartige Lebenszeit hier auf Erden, mit den schönsten Erfahrungen, die du dir nur vorstellen kannst. Alles Liebe, deine Jennifer

Wenn es dir auch so geht, dass es dir schwer fällt bei dir zu bleiben. Du das Gefühl hast, nett sein zu müssen. Das Bedürfnis hast, dass die anderen dich doch bitte mögen sollen und du niemanden vor den Kopf stoßen möchtest. Wenn dieses Verhalten dafür sorgt, dass du dich immer wieder in Situationen in deinem Leben befindest, in denen es dir nicht gut geht, die nicht leicht und freudig und voller Liebe sind ,dann lade ich dich ein: komm mit mir zu deinem Inneren Kind im online Kurs „Die Magie deines Inneren Kindes“ – eines der großen Schlüssel, um aus diesem Spiel auszutreten und bei sich mehr und mehr bleiben zu können.

Jetzt mehr über den Kurs erfahren – klick

Wenn du lieber in den Schöpfungsprozess gehen möchtest, dann lade ich dich ein den Kurs „Erfüllung“ zu machen. Schritt für Schritt gehen wir hier mehr und mehr in unsere Größe und fangen an unser Leben so zu wandeln, wie wir es erfahren möchten. Und ja, nichts muss morgen fertig sein. Wir dürfen in unserem Tempo unseren Lebensweg gehen, aber wir dürfen sofort entscheiden, dass es ab jetzt unser Weg ist, für den man selbst die Verantwortung trägt und Entscheidungen fällt.

Jetzt mehr erfahren – hier klicken

Ich freue mich auf dich.

#3 Greife nach den Sternen

#3 Greife nach den Sternen

 

Wenn wir Kinder sind, dann greifen wir häufig ganz selbstverständlich nach den Sternen. Und „Sterne“ bedeuten nicht unbedingt, dass wir alle Rockstar oder Hollywood Diva sein wollen. Nach den Sternen greifen, bedeutet, dass wir fühlen, welches Potenzial in uns vorhanden ist, und wir das gerne in die Erfüllung bringen möchten.

 Ich wolle als Kind immer Lehrerin sein. Ich fand es absolut obertoll. Mein Vater nicht. Für ihn waren Lehrer ein Menschenschlag der schlimmsten Sorte, die immer Recht haben wollen, ihre Macht ausspielen, unterdrücken und anderen die Luft zum Atmen nehmen. Dreimal darfst du raten, ob ich mich getraut habe, den Weg der Lehrerin zu gehen. Nein, selbstverständlich nicht. Zwanzig Jahre meines Lebens bin ich beruflich „herum geirrt“, weil ich mich nicht getraut habe, nach meinen Sternen zu greifen. 

Doch irgendwann konnte die Liebe zum Lernen und Lehren nicht mehr unterdrückt werden. Ich streckte mich, griff nach oben und holte meinen Schatz auf die Erde. Seitdem lerne und lehre ich jeden Tag meines Lebens, mit allen Höhen und Tiefen, die so ein menschliches Leben eben mit sich bringt. Aber ich bin trotz allem erfüllt von dem, was ich in die Welt bringen darf. 

Was wolltest du immer in die Welt bringen? Welche Sterne schlummern in dir und warten nur darauf, dass du sie ergreifst und herab holst auf die Erde. 

Ja, der eine oder andere wird dann auch Rockstar, Schauspielerin oder Präsident. Aber schau nach oben, so viele unterschiedliche Sterne, so viele unterschiedliche Sehnsüchte, die wir gerne erfüllen möchten. Die eine liebt es mit älteren Menschen ihre Zeit zu verbringen und ihnen zu übermitteln, wie wertvoll und geliebt sie sind. Der andere liebt es zu backen, oder zu malen, oder Dinge zu reparieren, zu erfinden, zu denken, zu lesen, zu schreiben, zu träumen, Filme zu machen, Filme zu sehen. 

Wir leben in einer Zeit, wo immer mehr möglich ist. Wo wir anfangen dürfen uns zu entfalten. Uns unseren eigenen Beruf zu kreieren, wenn es ihn noch nicht gibt. Oder mit neuem Bewusstsein zu fühlen, wenn er unter Verkrustungen angefangen hat zu erstarren.

Es braucht erwachende Lehrer, Pflegekräfte, Ärzte, Künstler, Polizisten, Richter, Politiker usw. In allen Bereichen dürfen wir unser Sein voll und ganz hineinbringen. 

Die Frage ist nur: traust du dich. Traust du dich jenseits der Meinungen von Familie, Partner, Kinder, Freunden, dich hoch in den Himmel zu recken, um deine Sterne, deine Potenziale, deine Sehnsüchte, deine Träume, deine Wünsche auf die Erde zu holen. Um ein Leben zu erfahren, welches dich befriedigt und glücklich macht, ganz unabhängig vom Geld, Statussymbol, oder merkwürdigen gesellschaftlichen Vorstellungen, was wertvoll ist und was nicht? 

Traust du dich, du selbst zu sein? Traust du dich, dein Potenzial zu nehmen und zu 1000% hier auf die Erde zu bringen?

Deine Sterne warten auf dich, wann immer du bereit bist, recke dich und hole sie herunter auf die Erde. Für ein erfülltes Leben.

Die Suche nach der Lebensaufgabe

Lebens-Aufgabe vs Lebens-Hingabe

Wenn wir in den Seelenerwachungsprozess gehen, kommt fast immer unweigerlich irgendwann die Frage nach der Lebensaufgabe. Warum bin ich hier? Es muss doch einen Grund haben? Was muss ich tun, um meine Lebensaufgabe zu erfüllen, zu meistern, damit mein Leben nicht als sinnlos erscheint. Wir erlauben uns fast nie einfach nur zu SEIN. Einfach das Leben zu nehmen und es so zu gestalten, dass ich mich erfüllt und glücklich damit fühle. Man muss doch was leisten, was schaffen, was erreichen im Leben. Wir bauen uns selbst einen immensen Druck damit auf und das Leben, welches auf uns wartet, wird damit schnell zum verhassten Gegner. Etwas, was hoffentlich bald vorbei ist und dann – ich schwöre- komme ich nie wieder. Viele denken so. Zu viele, die das Leben als Last empfinden, im Großen und Ganzen. Es gibt nur wenige Augenblicke, die ein Lichtblitz der Schönheit und der Freude in uns auslösen.

Die große Kunst auf unserem Seelen-Schöpfungsweg ist es, mehr und mehr das Leben so zu gestalten, dass ich mich ihm vertrauensvoll hingeben kann, mit allem, was ich bin.

Du fragst nach deiner großen Lebensaufgabe? SEIN im eigenen Leben: der Herrscher sein, die Liebende sein, die Achtsame sein, der Erfolgreiche sein, der Verlierer sein, der Wertschätzende sein und der Dienende im eigenen Leben sein. Einfach SEIN ist der Schlüssel. Sich selbst erkennen, um immer noch mehr zu sein, noch lichtvoller zu sein, noch liebender, noch freier.

Das Tolle beim SEIN – wir sind es schon, wir haben es schon in uns… wir brauchen nicht erst was werden, wir brauchen unser SEIN „nur“ erkennen und an die Oberfläche zu holen.

Wir können uns von jetzt auf gleich entscheiden: ehrlich zu sein (also nicht mehr zu lügen, vor allem nicht mehr uns selbst zu belügen), wir können liebevoll sein (als erstes uns selbst gegenüber), achtsam sein. Wir können alles sein, was wir möchten. In jedem Augenblick, in dem wir bereit sind es zu sein. Ist das nicht großartig?

Doch manchmal vergessen wir diese Einfachheit. Wir denken, es muss doch viel schwieriger sein, viel komplizierter. Nein – es darf ganz leicht sein. Du darfst ganz leicht sein in die selbst.

Wir sind die Schöpfer unseres Lebens und unserer Lebenszeit und wenn du magst, dann nehme ich dich jetzt mit in den Schöpfungsabschnitt Hingabe-Dienen-Selbst-Erkenntnis – Ich wünsche dir reiche Erkenntnisse, möge der Text dir hilfreich sein

Dienen –  Die Zeit der Hingabe

Kommen wir zu einer Schöpfungsqualität, die bei vielen Menschen nicht gerade sehr hoch angesehen ist: dem Dienen. Bei Dienen denken viele gleich an Dienstmagd, Diener, jemand, der keine Macht hat, ein Untergebener ist, der nichts zu sagen hat usw. Häufig denken viele auch, dass Freier Wille und Dienen einfach nicht zusammen passt. ABER: ein guter Herrscher seines Reiches ist immer auch ein guter Diener seines Reiches. Ein Herrscher, der immer nur nimmt, alles an sich rafft, was er kriegen kann, der ausbeutet, unterdrückt, dessen Reich wird über kurz oder lang zusammenbrechen. Genauso verhalt es sich aber auch mit einem Herrscher, der vergisst, dass er eigentlich die Zügel in der Hand hält und sich komplett aufopfert für sein Reich, sich sozusagen selbst aufgibt für andere. So ein Herrscher wird über kurz oder lang den Überblick über das große Ganze verlieren. Sein Schiff steuert dann führerlos im Meer herum ohne Ziel. Es läuft Gefahr aufzulaufen. Herrschen und Dienen gehören zusammen. Sie sind ein Paar, welches gemeinsam die Stabilität des eigenen Reiches (bzw. des eigenen Lebens) sichern kann. Deine Ernte, bzw. die Früchte deines Lebens werden in der Regel nicht von alleine in die Scheune kommen. Du musst dir selbst dienen, indem du mit anpackst, indem du dafür sorgst, dass deine Felder geerntet werden. Die Zeit des Dienens erinnert dich daran, dass selbst, wenn dein Korn noch so üppig auf den Feldern wächst, es dort verrotten wird, wenn du dich nicht darum kümmerst, es einzufahren. Mit einer üppigen Ernte wirst du in die Lage versetzt noch mehr Menschen oder Lebewesen zu dienen, sie zu versorgen, etwas aufzubauen, was Bestand hat, was nachhaltig wirken kann. Die Ernte versorgt dich und andere.

Dienen als Hingabe vs Dienen als Aufgabe

Letztendlich geht es darum, dass dein Dienen aus dir selbst herauskommt als Hingabe. Hingabe an dein Leben, an deine gewählte und erschaffene Schöpfung. Dem gegenüber steht das Dienen, welches sich als Aufgabe anfühlt. Nehmen wir z.B. die Mutter-Aufgabe.  Beim Dienen als Hingabe BIST du eine Mutter, vielleicht nicht die perfekte, fehlerfreie (wer ist das schon). Aber du BIST Mutter und versuchst einfach die beste Mutter, die in dir lebt zum Ausdruck zu bringen. Auf der anderen Seite beim Dienen als Aufgabe, spielst du die Rolle Mutter, aber du bist es nicht. Mutter Sein erfüllt dich nicht, füllt dich nicht aus, aber du weißt, dass du, wenn du Kinder hast, eben Mutter sein musst, also spielst du die Rolle. Ja, das hört sich vielleicht hart an, aber es würde so viel mehr Frieden in Familien bringen, wenn wir uns dieser Tatsache ehrlich stellen würden ohne zu verurteilen. Diesen Unterschied zwischen Hingabe und Aufgabe kannst du in allen deinen Lebensbereichen finden. Manches erfüllt uns und wir SIND und manches strengt uns an, aber aus welchen Gründen auch immer, fühlen wir uns verpflichtet es zu tun und dann spielen wir eine Rolle. Das muss manchmal auch so sein, weil es unter Umständen unser Leben sichert und das unserer Familie. Aber letztendlich geht es darum, so der Schöpfer, der Herrscher unseres Lebens zu werden, dass wir keine Rollen mehr spielen müssen. Dass Dienen keine Aufgabe mehr ist, sondern dass alles, was wir im Leben tun aus Hingabe an unserer Schöpfung vollbracht wird. Ja, das ist eine große Aufgabe. Eine lebenslange Aufgabe. Aber wir durchlaufen Jahr für Jahr den Schöpfungskreislauf und Jahr für Jahr, Schritt für Schritt können wir daran arbeiten, mehr Hingabe und weniger Aufgabe in unser Leben zu bringen. Das bedeutet nicht automatisch, dass alles, was wir tun, das Größte, Schönste und Tollste aller Zeiten sein wird. Nein, der Alltag ist der Alltag und doch fühlt er sich ganz anders an, wenn man ihn mit Hingabe an die eigene Schöpfung lebt, als wenn man das Gefühl hat, eine blöde Aufgabe nach der anderen ableisten zu müssen.  Wir werden uns in den nachfolgenden Abschnitte drei verschiedene Varianten bzw. Bedeutungen von Aufgabe und Hingabe anschauen, die, so hoffe ich, ein wenig Klarheit bringen werden, in die Schönheit der Hingabe und damit verbunden dem Dienen der eigenen Schöpfung. Das Dienen der eigenen Schöpfung macht dich frei und unabhängig. Du folgst deiner Berufung, deinen Träumen und deinen Visionen. Dies geschieht mit Achtsamkeit und im Einklang mit allem (den Unterschied zum egoistischen Verhalten werden wir uns später bei den Seelenanteilen anschauen). Wie groß die Auswirkung sein kann, wenn man seiner Berufung folgt, wirst du erkennen können, wenn wir uns das Seelentier Biene am Ende dieses Seelenbüchleins annähern. Sie ist eine Meisterin des Dienens und erschafft so Großartiges.

 Aufgabe als Auftrag vs Hingabe als Berufung

Während wir durch unser Leben wandern, sind wir eigentlich immer beides: Herrscher und Dienender. Wir erschaffen uns unser Leben (Herrscher) und wir leben dieses erschaffene Leben, wir füllen es sozusagen aus (Dienender). Nun können wir all die Schöpfungsprozesse, die in unser Leben treten, die kleinen, wie die großen, entweder als Aufgabe ansehen, die es zu meistern gilt oder als unsere Berufung, die wir mit Hingabe erfüllen dürfen, da es ja unser Leben ist. Unter diesem Aspekt steht die Aufgabe als ein Auftrag, denn wir ausführen müssen. Die Kinder müssen in der Schule HausAUFGABEN erledigen. Es ist ein Auftrag, bei dem von Lehrerseite erwartet wird, dass er auch ausgeführt wird. So kann man selbstverständlich auch alle Situation und Gegebenheiten in unserem Leben betrachten. Die Hausarbeit ist eine Aufgabe, die erledigt werden muss. Unser Job ist eine Aufgabe, die erledigt werden muss, damit wir Geld haben und „Leben“ können. Sex ist eine Aufgabe, die man erledigt, weil das nun mal zu einer Beziehung gehört. Mit den Kindern spielen ist eine Aufgabe, weil es gut ist für ihre Entwicklung usw. Du kannst dein ganzes Leben als eine Anreihung von Aufträgen, die erfüllt werden sollen, ansehen. Aber eigentlich geht es im magischen Jahreskreislauf darum, zu erkennen, dass dein Leben selbst die Berufung ist. Nicht die großen Aufgaben da draußen, sondern jede Sekunde deines Seins ist Berufung. Die Berufung zu Leben, als Seele inkarniert zu sein und daraus das Beste und nur Schönste, was möglich ist, zu machen. Wir geben uns damit dem Leben hin und wir dienen damit uns selbst. Doch die wenigsten erkennen dies. Berufung ist immer, wirklich fast immer und ausnahmslos für die meisten Menschen eine Tätigkeit, die wir erfüllen müssen. Aber es ist das Leben zu welchem wir uns berufen fühlen. Jede Handlung, jeder Gedanken, jeder Moment ist ein Teil der Berufung. Dies zu erkennen, und vor allem dies zu leben ist die große Kunst unserer Existenz.

So suchen wir Menschen immer gedrängt von der Zeit, die gefühlt für uns abläuft, endlich unsere große Berufung, die Bedeutung warum wir hier sind, unsere Aufgabe, die wir erfüllen sollen und darüber übersehen wir, dass wir die ganze Zeit bereits in unserer Berufung sind. Wir leben. Und ja, es liegt an dir, was du aus diesem Leben machst. Ob du es einfach so verstreichen lässt oder ob du es ergreifst und ein Schöpfer von Liebe, Schönheit und Hingabe sein wirst. Aber alles darf sein. Es ist ja dein Leben, es liegt an dir, wie du es gestaltest. Aber die Schöpfungsqualität DIENEN lädt uns ein, darüber nachzudenken und zu erkennen, dass es das Leben selbst ist, welches und gerufen und berufen hat. Dass das die eigentlich große Aufgabe ist: uns selbst und unserer Schöpfung zu dienen und damit nachhaltig wundervolle Fußspuren zu hinterlassen, die zeigen: Ja, wir haben gelebt und wir haben großartig gelebt. Das ist die Aufgabe, die sich in Berufung wandelt, sobald wir uns dem völlig hingeben können und bereit sind uns und unserem Leben vollständig zu dienen. 

Aufgabe als sich selbst aufopfern vs Hingabe als sich teilen mit anderen

Gerade in spirituellen Kreisen ist es eine sehr verbreitete Meinung, dass man sich selbst, sein Ego, aufgeben muss. „Das Ego zerstören“, „Das Ego auflösen“ usw. sind hier gängige Meinungen. Dazu gehört auch, dass man eben sich aufopfert, wie eine Mutter Theresa sich in den Dienst der Menschen stellt und keine eigenen Wünsche und Hoffnungen mehr hat. Es geht darum sich selbst aufzugeben. Das kann man natürlich so machen, aber aus meiner Erfahrung, geht es den Menschen, die versuchen diesen Weg zu gehen, über kurz oder lang, schlecht. Sie brechen zusammen, sind ausgelaugt, leer geschöpft, hoffnungslos, das Leben erscheint sinnlos. Man hat sich selbst aufgeben, um sich den anderen zu opfern und heraus kommt dabei NICHTS. Aber ich denke und ich lade dich ein, einmal frei, meiner Wahrheit zu folgen: das wir hier sind um unsere Individualität mit anderen zu teilen. So können wir uns gegenseitig bereichern, inspirieren, von einander lernen usw. Die Hingabe ans Leben weitet sich hier aus und wir geben uns selbst den anderen hin. Das bedeutet wir teilen uns selbst mit anderen. Wir geben unsere Kraft, unsere Ideen, unsere Visionen aus unserem kleinen Radius hinaus in die Welt. Wir vergrößern den Radius. Da wir aber immer noch bei uns bleiben, können wir uns selbst aufladen, uns selbst speisen, unsere Ernte reicht immer aus, um uns selbst zu ernähren und danach geben wir mit vollen Händen der Welt etwas davon ab. Wenn du Hunger leidest, kannst du niemand anderen mehr speisen, wenn du kraftlos bist, kannst du niemand anderem ein Halt sein, wenn du ausgelaugt bist, kannst du niemanden erfüllen usw. In dem du dir und deinem Leben dienst, wirst du in die Lage versetzt ein großartiger Diener für das Große zu sein, weil deine Ernte reichhaltig und nachhaltig ist, weil volle Scheunen geöffnet werden können, weil man etwas hat, was geteilt werden kann.

Es geht nicht darum sich aufzugeben, sich aufzuopfern, sondern sich selbst zu finden und dieses selbst mit den anderen zu teilen. Dieses reiche Selbst in die Welt zu strahlen und so ein Licht zu sein (egal, wie es aussieht, ob nun materiell oder emotional oder mit Ideen und Gedanken, oder mit Worten oder mit Kunst oder, oder, oder.) Wenn du dich selbst ergreifst und dir selbst dienst, dann weißt du auch, welche Ernte du mit anderen teilen kannst ohne dich dabei selbst zu verlieren oder dich selbst auszusaugen. Das ist Hingabe und der Dienst an dein Leben und das Leben der anderen.

Aufgabe als Aufhören vs. Hingabe als sich ganz und gar einlassen

Manchmal erscheinen uns die „Aufgaben“ des Lebens so groß oder so unüberwindbar, dass wir aufgeben. Wir hören auf, weil wir das Gefühl haben, es nicht zu schaffen. Und ja, manchmal ist es auch richtig aufzugeben, aufzuhören, und zwar dann, wenn wir uns nicht ganz und gar hingeben können. Wenn wir uns nicht einlassen können, auf das, was wir tun, dann sollte man sich tatsächlich die Frage stellen, ob das, was man tut, gerade das Richtige für einen ist. Aufgeben ist sehr verpönt in unserer Gesellschaft. Freunde, Partner, Eltern alle meinen schnell sich ein Urteil darüber bilden zu können, was wir in der Lage sind zu schaffen und zu bewältigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir das überhaupt bewältigen wollen. Ich habe sechs !!! unterschiedliche Fächer studiert, um bei jedem festzustellen: „Das ist nichts für mich!“. Sich ausprobieren, sich erfahren, Grenzen erkennen, herausfinden, auf was man sich einlassen kann und möchte, ist nicht die oberste Prämisse unserer Gesellschaft. Und wird eher verkauft: ein einmal eingeschlagener Weg wird gefälligst auch gegangen bis zum bitteren Ende. Das ist, nach meiner Meinung, total verrückt. Fassen wir es noch mal zusammen: Berufung bedeutet, dass das Leben uns ruft. Unser Leben möchte ergriffen werden, gelebt werden, erfahren werden, aber nicht abgearbeitet werden, nicht als Last gesehen werden. Fühlt dein Leben bzw. Teile deines Lebens sich als Last an, dann ist hier ein guter Ansatzpunkt nachzuschauen, ob es vielleicht etwas gibt, was aufgegeben werden möchte. Sich dem Leben hingeben, sich einlassen in das eigene Leben bringt auch Momente mit sich, wo der Weg mal steil wird, wo mal Steine im Weg liegen, wo Hürden genommen werden wollen. Das gehört zu unserem Erkenntnis- und Entwicklungsprozess dazu. Aber, wenn man fühlt, dass es der absolut richtige Weg ist, den man gerade geht, dann hat man auch die Kraft, diese Unwegsamkeiten zu meistern. Bei einem Weg, der einem gerade zur Last wird, sieht es anders aus. Jede Hürde wird hier zum Drama, fühlt sich an wie der Untergang, die Kräfte reichen nicht mehr aus, um das jetzt auch noch zu bewältigen. Hier bist du eingeladen dringend inne zu halten und dir selbst ein paar Fragen zu deinem Leben zu stellen. Ernten, die eher aus Pflichtgefühl, aus Last und unangenehmer Anstrengung eingeholt werden, fallen immer karger aus, als Ernten, die aus Liebe, Berufung, und sich hingeben und einlassen, eingefahren werden. Mit dem ersteren kommt man immer gerade so über die Runden, mit dem anderen fühlt man sich reich beschenkt und gesegnet.

Frage: Wie fühlst du dich mit deiner bisherigen Lebensernte?

Wenn du Lust hast mit mir den Erfüllungsweg zu gehen, dann schau doch mal, ob dir mein Buch ERFÜLLUNG gefallen könnte. Ich wünsche dir von Herzen ein großartiges Leben, deine Jennifer

#2 Treffe bewusste Entscheidungen

#2 – bewusste Entscheidungen

 Nimm dir die Zeit, jeden Tag bewusste Entscheidungen für dein Leben zu treffen. 

Hast du manchmal das Gefühl ein Spielball deines Lebens zu sein? Hin und her gestoßen zu werden von anderen Menschen, von Situationen und Gegebenheiten? Hast du manchmal das Gefühl eher zu reagieren, als der aktive Gestalter deiner Umstände zu sein?

Manchmal scheint es so schwer inne zu halten, Ruhe hineinzubringen. Doch unser Seelensein lädt uns ein, uns immer wieder Zeit zu nehmen, um durchzuatmen, um sich die Zeit zu nehmen hinzuschauen und zu hinterfragen: Ist dies das Leben, welches ich erfahren möchte? Möchte ich so meine Lebenszeit füllen?

Deine Seele lädt dich ein einzutauchen in das große Reich aller Möglichkeiten, dort zu verweilen, dort zu träumen, dort dich ganz hinzugeben, um herauszufinden, was du gerne noch erfahren möchtest. Und wenn du herausgefunden hast, was du noch erfahren möchtest, dann bist du eingeladen, bewusste Entscheidungen für dein Leben zu treffen.

Mit welchen Menschen möchtest du dich umgeben? Wie möchtest du, dass ihr miteinander umgeht? Was möchtest du beruflich machen? Womit möchtest du dein Geld verdienen? Was bedeutet Geld für dich? Wie möchtest du mit deinen Kindern zusammen leben? Wie möchtest du Liebe erfahren? Wie möchtest du deine Partnerschaft leben und erfahren? Was möchtest du noch sehen in deinem Leben? Wo möchtest du Leben? Welche Schritte möchtest du gehen? Welches Licht möchtest du in die Welt geben?

WER MÖCHTEST DU SEIN? Deine Seele lädt dich ein Antworten zu finden, wieder und immer wieder. Du darfst dich wandeln in jeder Sekunde deines Lebens. Du darfst dich umentscheiden, jederzeit. Es ist dein Leben, deine Lebenszeit – nimm dir Raum und finde heraus, womit diese Lebenszeit gefüllt werden darf.

Und nicht vergessen: deine Seele lädt dich ein, dein Leben so großartig wie nur irgend möglich zu machen.

Entscheide dich – für dein Leben.

Verletztes Innere Kind Verhalten in deiner Partnerschaft

Verletztes Innere Kind Verhalten in deiner Partnerschaft

Hallo ihr Lieben, da ich so viele Anfragen, Nachfragen und Wünsche bezüglich des Inneren Kindes erhalten habe, schauen wir uns heute mal verletztes Ego Kind Verhalten vs. heiles Innere Kind Verhalten in unserer Partnerschaft an (1. Kleine Begriffserklärung für alle, die den Kurs „die Magie des Inneren Kindes“ nicht gemacht haben: „verletztes Ego Kind – du selbst mit deinen Erfahrungen aus deiner Kindheit in diesem Leben – „heiles Innere Kind“ – der reine Seelenanteil, unverletzt und voller Potenziale für dich – wenn du Lust hast den online Kurs zu machen – mehr Infos findest du am Ende des Textes und 2. Mit Partnerschaft meine ich in erster Linie unsere Liebesbeziehungen, aber du kannst es auch transferieren zu deinem Verhältnis zu deinen Kindern, deinen Eltern usw.)

Eigentlich sehnen wir uns ja alle nach einer entspannten, liebevollen, friedlichen und erfüllenden Beziehung- jedenfalls die meisten von uns. Die Realität sieht dann jedoch oft anders aus. Wir kämpfen, wir diskutieren, wie streiten, wir stellen die Beziehung in Fragen, wir stellen Bedingungen, denken an Trennungen, sehnen uns den perfekten Partner herbei. Doch der neue Partner zeigt schnell, dass wir genau die gleichen Spielchen wieder spielen, die wir auch schon in der vorherigen Beziehung hatten. Wir nehmen uns halt immer mit, ja auch die nervigen Teile, die unbewussten Züge unseres Verhaltens.

Gut, dass wir heute einen Blick auf das Handeln unseres verletzten Ego-Kindes in unserer Beziehung werfen, dann können wir hier vielleicht ab sofort etwas bewusster agieren und so Frieden in unsere Beziehungen bringen. Fangen wir an und wie immer: sei liebevoll mit dir selbst. Wir alle machen Fehler, wir alle handeln manchmal so, dass wir uns nur über uns selbst wundern können. Wir sind auf dem Weg des Seelenbewusstseins, da braucht nichts sofort perfekt zu sein, sondern viel Selbst-Liebe, Selbst-Vergebung und Selbst-Wertschätzung dürfen wir uns selbst immer wieder schenken.

  1. Belohnung statt frei fließende Liebe

Eigentlich ist es gar tragisch, aber die meisten von uns haben in ihrer Kindheit gelernt, dass Liebe nicht etwas ist, was man einfach so bekommt, sondern auf einem Belohnungssystem fußt. (und Achtung: ich gebe den Erwachsenen hier keine Schuld, sie sind auch so groß geworden. Wir lernen von unserem Umfeld und eignen uns diese Verhaltensweisen an. Also ist es ein Spiel, welches schon über Generationen hinweg gespielt wird und wir dürfen gerne mal schauen, wo wir dieses Spiel mit unseren eigenen Kindern spielen). Wenn ich etwas in den Augen meiner Eltern oder Lehrer gut mache, dann bekomme ich ein Lächeln, liebe Worte, und positive Gefühle strömen zu mir. Wenn ich etwas falsch mache als Kind (und häufig wissen Kinder ganz genau, wenn sie etwas falsch gemacht haben), dann bekommen wir in der Regel nicht liebevolle Unterstützung und Aufmunterung, dass ich trotz allem liebenswert bin. Nein, dann gibt es meistens einen „auf den Deckel“ – Schimpfen, Bestrafungen, irgendetwas wird uns entzogen (das Fernsehen, das Handy, der Ausgang aus dem Haus, das Treffen mit Freunden- gerne etwas, wo wir als Kind keine logische Verbindung zu unserer Tat und den Konsequenzen ziehen können).

Wir lernen schnell: möchte ich gute, liebevolle, positive Gefühle bekommen, muss ich so funktionieren, wie meine Umwelt es gerne hat. Und das lernen wir nicht nur im Elternhaus, sondern auch in unseren Freundesgruppen und in unseren Beziehungen. Auch wenn sich das jetzt nicht so schlimm anhört: es verletzt. Das Liebe kein Seinszustand ist, der einfach frei in die Welt gebracht wird, sondern eine Verhandlungssache verletzt Kinder zutiefst (und ganz ehrlich: es verletzt uns auch noch als Erwachsene- wir fühlen, dass das nicht die richtige Liebe sein kann. Dass das nicht die Liebe ist, von der wir wissen, dass sie irgendwo in uns schlummert und darauf wartet sich zu entfalten).

Wenn wir im Seinszustand der Liebe sind, bedeutet es nicht, dass ich mir alles vom anderen gefallen lassen muss (das wird häufig so interpretiert) und dass ich alles gut finden muss, was der andere macht. Nein, das nicht. Aber wahre Liebe stellt eben keine Bedingungen und verteilt nicht Belohnungen für erwünschtes Verhalten. Wahre Liebe ist, gleichgültig, ob unser Partner 30 Kilo zugenommen hat, Stress bei der Arbeit hat, kein Geld hat, unsicher im Bett ist oder sich gerade auf der Schattenseite der Seele befindet.

Das Spielchen „nur wenn du lieb zu mir bist, dann bin ich auch lieb zu dir“ gehört dem verletzten Ego Kind. Doch wie kommen wir jetzt zum wahren Kern des heilen Inneren Kindes? In dem wir uns auf die Suche nach der wahren Liebe machen. (Hey, keiner hat gesagt, dass das alles ganz einfach ist) Ja, das ist vielleicht die größte Aufgabe, die wir meistern dürfen in unserem Leben: den wahren Seinszustand der Liebe in uns zu finden. Wir dürfen anfangen uns selbst die Liebe zu geben, die wir als Kind vielleicht nicht bekommen haben. Wir dürfen uns selbst auf der Erde willkommen heißen und uns sagen, dass es schön ist, dass wir da sind. Dass wir wertvoll sind, dass wir schön sind, dass wir es wert sind ein gutes und erfülltes Leben zu erfahren. Ja, wir sind es wert. Diese Schritte können wir jederzeit gehen. Sofort. Wir brauchen keine Eltern, die uns das erlauben, keinen Partner, keine Kinder, keinen Therapeuten. Nein, wir können uns selbst erlauben, jetzt den Weg der Liebe zu wählen, um dann herauszufinden, wie der wohl für uns aussehen mag. Selbst-Liebe ist der Schlüssel zum Liebe Sein, die dann in die Welt strahlt und dann auch in unsere Beziehungen.

Das Belohnungssystem darf dann mehr und mehr zur Ruhe kommen.

  1. Den Schuldigen finden, statt konstruktive Problemlösung

Auch das haben wir gelernt in unserer Kindheit und wenn du dich so umschaust in den Nachrichten, in deiner Firma, in der Politik: wenn etwas da neben gegangen ist oder nicht so läuft, wie es laufen soll, dann muss der Finger ausgestreckt werden, um auf den Schuldigen zu zeigen. Wo ist der Schuldige? Sicherlich warst du als Kind schuld, wenn du ein schlechtes Zeugnis nach Hause gebracht hast. Schuld, dass deine Schwester weint, Schuld, dass Mami jetzt schlechte Laune hat, Schuld, dass kein Geld da ist, Schuld, dass man wieder irgendetwas reparieren oder streichen muss. Schuld ist ein allgegenwärtiges Thema in unserer Gesellschaft. Wir wachsen mit Schuld auf, auch die Kirche ist groß mit dabei- für die sind wir so wieso alles Sünder. Und natürlich spielen wir das Spiel in unseren Beziehungen weiter: der Partner ist schuld, dass wir keinen Orgasmus bekommen, Schuld, dass die Kinder sich so verhalten, Schuld, dass man kein Geld hat, Schuld, dass das Leben so schei—ist, Schuld, dass es einem schlecht geht. Wäre der Partner anderes, wären die Eltern anders gewesen, wären die Lehrer andres gewesen, wären die eigenen Kinder anderes – ja, dann ginge es uns gut. Dann wäre alles in Ordnung, dann wäre das Leben lebenswert. Achtung: das ist verletztes Ego-Kind Verhalten in einer destruktiven Ausformung. Mit Schuld Spielen kommst du niemals dorthin, wo du eigentlich sein möchtest: zu einem Leben in dem du dich gut fühlst, in dem Lebensfreude und Glück vorherrschen. Mit Schuld gibst du deine Selbstermächtigung ab. Der andere muss es richten. Und darauf kannst du unter Umständen dein ganzes Leben warten. Schuldspiele führen dich nirgendwo hin außer hinab in die negative Gefühlsspirale.

Das heile Innere Kind lädt dich ein, die Schuld wegzulassen und anzufangen konstruktive Lösungen für deine Probleme zu finden. Okay, das oder das läuft in deinem Leben nicht so, dass es sich gut für dich anfühlt. Was kannst DU ändern. Was kannst DU tun, damit es sich ändern kann. Wir können immer etwas tun. Manchmal dauert es ein wenig bis wir klar erkennen können, was das wohl sein mag. Aber wir sind keine hilflosen Schafe – in uns mit dem Inneren Kind, steckt wahre Schöpfermacht. Wir haben es in der Hand unser Leben zu ändern, jeden Augenblick. Manchmal dauert es ein wenig bis sich dann positive Veränderungen zeigen. Aber die Zügel für unser Leben, die können wir jederzeit in die Hand nehmen. Wir sind jetzt erwachsen. Wir sind nicht mehr darauf angewiesen, dass unsere Eltern uns beschützen, behüten, versorgen. Nein, das können und das dürfen wir jetzt selbst übernehmen. Die Schuld wandelt sich in Verantwortung. Wir sind verantwortlich für das, was in unserem Leben geschieht. Unser Inneres Kind lädt uns immer wieder ein, hinzuschauen, ob uns das gefällt, was wir in unserem Leben vorfinden und es bei Bedarf zu wandeln, solange, bis wir Lebensfreude fühlen können.

  1. Manipulation statt Freier Wille

Über Manipulation könnten wir wohl mehrere Bücher schreiben. Doch lässt es sich auch ganz klar in einem Satz zusammenfassen: Manipulation bedeutet, dass du den anderen so beeinflusst, dass er das tut, was DU möchtest (das muss nicht unbedingt das sein, was er möchte). Wir alle sind große Manipulatoren, ob unbewusst oder bewusst. Viele Therapieformen arbeiten mit Manipulation ohne dass das sofort ins Auge fällt. Nicht auf die Manipulationsebene zu gehen, ist eine Meisteraufgabe, an der man täglich arbeiten kann. Das verletzte Ego Kind manipuliert. Das kennt es, es wurde auch manipuliert. Erinnerst du dich an das Belohnungssystem? Das ist Manipulation. Ich handle so, wie der andere es möchte, weil ich ja geliebt werden will. Irgendwann höre ich dabei auf, mir selbst die Frage zu stellen, was ich eigentlich möchte. Das verletzte Ego-Kind funktioniert im Manipulationssystem und da es das gelernt hat, wendet es das auch in der eigenen Partnerschaft an. Und zwar häufig sehr schräg, weil 1.) haben wir nicht gelernt herauszufinden, was ich eigentlich brauche und möchte und tun kann, damit es mir gut geht und 2.) erwarte ich jetzt von meinem Partner, dass er bitte so handelt, dass es mit gut geht – wo ich das doch selbst gar nicht weiß. Also meckern und mäckeln wir am anderen rum. Flüchten uns in die Vorstellung, wenn mein Partner so oder so wäre, so oder so handeln würde, ja, dann wäre ich glücklich, dann ginge es mir gut, dann hätten wir eine wundervolle Beziehung. Wir versuchen dem anderen zu sagen, was er denken soll, wie er sprechen soll, wie er handeln soll, in der Hoffnung so die liebevolle Beziehung zu bekommen, nach der wir uns sehnen.

Findet ihr nicht auch, wenn man das liest, dass das einem sofort auffällt, wie schräg dieses Verhalten eigentlich ist. Wir aber in unsrem realen Verhalten immer wieder in diese Falle tappen. Selbst-Erkenntnis und selbst-reflektiertes Handeln ist mit das schwerste überhaupt. Wir fallen gerne zurück in kindliche Verhaltensmuster, während unser Verstand uns zeitgleich vorgaukelt, wie erwachsen und bewusst wir doch schon handeln.

Das heile Innere Kind hat den Freien Willen verstanden. Es weiß, du hast den Freien Willen, dein Partner hat den Freien Willen und gemeinsam gehen wir in unserer Beziehung auf eine Reise uns mit unseren Wünschen und Vorstellungen von einem wundervollen Leben zu verbinden und zu schauen, ob es zu zweit vielleicht noch größer sein kann, als alleine. Mit dem Inneren Kind bekommt das Leben Spiel-Charakter. Wir entwickeln den Mut auszuprobieren, uns auch auf die Ideen und Vorstellungen des Partners einzulassen, um herauszufinden, ob mir das gefällt oder nicht. Statt die Hoffnung auf ein gutes, erfülltes Leben auf meinen Partner zu projizieren, hat das heile Innere Kind – hat dieser Seelenanteil- das Wissen, dass es in seiner ganz eigenen Hand liegt, aus seiner Lebenszeit eben das Beste zu machen, auch in den Situationen, wo es nicht so läuft, wie man sich das vielleicht vorgestellt hat. Das innere Kind ist sehr flexibel, es kann mit den Möglichkeiten spielen, sie wandeln, neue Blickwinkel einnehmen und  fährt nicht mehr auf den ausgefahrenen Gedanken- und Verhaltensmustern in denen schon unserer Großeltern verhaftet waren. Das innere Kind ist frei und vor allem, es lässt auch den anderen ihre Freiheit. Das Interessante daran: erst mit dieser Freiheit findet wahre Begegnung statt und die Beziehungen können viel intensiver werden, weil jeder sich frei darauf einlässt, ohne Zwang, ohne Manipulation, ohne Pflichtgefühl oder der Sehnsucht nach Belohnung.

  1. Machtspiele statt Kooperation

Zur Manipulation kommen dann oft die Machtspiele dazu. Das verletzte Ego Kind hat – häufig unbewusst – immer das Gefühl, dass es sich verteidigen müsse. Es muss seinen Stand behaupten, seinen Platz erkämpfen. Nichts fällt ihm einfach zu. Nichts ist leicht im Leben. Auch in der Beziehung muss man ständig aufpassen nicht unterzugehen oder zu kurz zu kommen. Immer hat man das Gefühl, alles zu tun, damit es dem Partner gut geht und zurück bekommt man gar nichts, nicht mal einen feuchten Händedruck. Dieser verletze Ego-Kind Anteil ist hinzukommend häufig ein echter Kontrollfreak. Ständig muss es wissen, was der Partner macht, wo er ist, mit wem er telefoniert, womit er seine Freizeit gestaltet usw. Und am besten will dieser Teil dem Partner auch gleich vorschreiben, was er mit wem wann wie machen darf. Dieses Muster artet übrigens häufig so richtig aus, wenn einer der Partner sich entscheidet die Beziehung aufzugeben, sich entscheidet, dem Kontrollfeld des anderen zu entfliehen. Dann geht es vor Gericht und Privat so richtig rund, weil die Kontrolle einfach nicht abgegeben werden kann. Weil die Machtverhältnisse geklärt werden müssen, und man selbstverständlich der Stärkere sein möchte. Das verletzte Ego Kind blüht hier so richtig auf. Und wären häufig nicht die Kinder dabei die Leidtragenden, könnte man fast darüber lachen. Aber ein außer Kontrolle geratenes verletztes Ego-Kind im Machtspielmodus ist selten zum Lachen. Es ist eher zum Verzweifeln. Und manchmal kann man sich nur wundern, wie erwachsene Menschen sich gegenseitig so fertig machen können. Aber wir sehen hier die verletzten Kinder am Werk. Verlassen Werden löst häufig die stärksten Triggerpunkte aus. Hinter dem Machtspiel verbirgt sich häufig sehr viel Wut (und dahinter die Trauer und die Angst) – nicht geliebt zu werden, verlassen zu werden, es nicht Wert genug zu sein, dass man bei ihm bleibt, nicht gut genug zu sein, dass man Liebe erfährt. So viel Schmerz. So viel unglaublicher Schmerz. Dahinter so viele Tränen, die das verletzte Kind nie geweint hat. All die Last, all der Druck den man als Kind von Seiten der Eltern, Lehrer, Freunde usw. aufgebürdet bekommen hat, suchen sich ein Ventil. Das geschieht meistens unbewusst, die Gefühle übermannen uns und wir handeln irrational und anders, als sonst. Weil verletzte Ego Kinder im Machtspielmodus über sehr lange Zeit sehr kontrolliert wirken können, sehr souverän und ja auch überlegen. Bricht aber die heile Welt zusammen, dann kann es zur Sache gehen. So heftig, dass man sich als Partner manchmal fragt, wie man diese Züge des anderen solange nicht gesehen hat.

Wie man dieses verletzte Ego-Kind in den Frieden führt? In dem man seinen eigenen Schmerz wirklich mal fühlt. Wirklich mal zulässt. All die Verletzungen, all die Ansprüche, all die Ablehnungen, alle Versagensgefühle, all das mal wirklich fühlt, zulässt, und weint und schreit, und so richtig wütend ist auf die Eltern, auf sich selbst, auf alles, und wieder weint, solange bis keine Tränen mehr da sind. Ja, manchmal dürfen wir uns auch im Schmerz fühlen, um zu einer guten Lösung zu kommen. Wenn wir uns immer selbst unterdrücken, dann staut sich da ein riesiges Fass auf, welches uns irgendwann um die Ohren fliegen kann. So viele Menschen haben jedoch Angst vor ihrer Wut, vor ihrem Schmerz, vor ihren Tränen. Aber warum? Du darfst sie fühlen. Es heißt nicht gehe raus und brülle allen deine Wut um die Ohren, verletze deine Liebsten oder so. Das ist damit nicht gemeint. Es ist damit gemeint, dass du dir deinen Raum nimmst, in dem du dich fühlen kannst, in dem die Verletzungen hochkommen dürfen, gesehen werden dürfen und dann auch losgelassen werden dürfen. Wenn du dir das alleine nicht zutraust, es gibt so viele gute Menschen da draußen, die dir bei diesem Prozess liebevoll zur Seite stehen können. Aber dieses verletzte Ego Kind braucht dringend deine Aufmerksamkeit, wenn du fühlst, dass du Machtspielchen und Kontrollmechanismen mit dir herumträgst. Es möchte auch nur geliebt werden. Es möchte von dir hören, dass es wertvoll ist. Du selbst darfst dir das Gefühl vermitteln, dass du wertvoll bist, dass du liebenswert bist. Selbst, wenn du dich bisher schlecht verhalten hast, dass in dir der Kern zu einem guten Verhalten ist und das du jetzt erwachsen bist und die Verantwortung dafür trägst, diesen guten Kern auszugraben und zu leben.

Das heile Innere Kind ist immer für Kooperation. Gemeinsam betrachten wir eine Situation und versuchen Lösungen zu finden, die für alle Beteiligten gut ist. Habe ich ein Problem spreche ich es an ohne Schuldverteilung, sondern eher mit der Frage: was können wir machen, damit es wieder gut wird. Das heile Innere Kind zettelt nie ein Schlachtfeld an, es ist immer um friedliche Lösungen bemüht, bei denen keiner der Partner zu kurz kommt. Ja, das braucht manchmal Zeit bis sich die gute Lösung zeigt, aber hier gibt es auch nichts zu überstürzen.

  1. Erziehung statt Beziehung

Wir führen meistens in unseren Partnerschaften keine Beziehung, sondern Erziehung. Ständig haben wir das Bedürfnis dem Partner zu erzählen, was er zu tun hat und was er lassen soll. Und umgekehrt macht das der Partner mit uns auch. Denn nicht nur bei dir ist das verletzte Ego-Kind am Wirken, bei deinem Partner genauso. Es ist dann manchmal in einer Partnerschaft so, als hätten wir uns als Kinder getroffen, um mal Vater, Mutter, Kind zu spielen. Wir spielen die Partnerschaft, wir sind sie nicht, solange wir im Ego-Kind-Muster drin stecken. Die Frau ist auf der Suche nach dem Guten Vater und versucht es in ihrem Partner zu finden, der dann nicht die Partnerrolle übernimmt, sondern  väterliche Erziehungsmuster aus seiner Kindheit an den Tag legt. Und umgekehrt ist es mit dem Mann auch so. Er sucht die gute Mutter, die er als kleiner Junge gerne gehabt hätte, und die Frau spielt die Rolle, so wie sie es als kleines Mädchen von ihrer Mutter erfahren hat. Der Vorwurf: „du bist genauso wie deine Mutter / dein Vater“ ist dann gar nicht so weit hergeholt. Und statt uns als Mann und Frau auf Augenhöhe in einer Beziehung zu finden, spielen wir das Spiel der Erziehung mit allen Hebeln, die dabei gerne benutzt werden, wie Belohnung/Bestrafung, Manipulation, Machtgebaren und mehr.

Keiner von uns, oder sagen wir so gut wie keiner von uns, hat bei seinen Eltern eine Partnerschaft der Beziehung erlebt, sondern wohl eher der Erziehung. Die Mutter sagt dem Vater wie viel er trinken darf, was er mit dem Geld tun soll, wie er mit seiner Wäsche umgehen soll. Der Vater, der Mutter, was sie sagen soll, denken soll oder anziehen soll. Wenn wir uns wegen der geöffneten Zahnpastatube oder des Klodeckels scheiden lassen wollen, dann führen wir ganz eindeutig eine Partnerschaft der Erziehung. Aus diesem Kreislauf auszusteigen, ist wirklich wichtig und ja wirklich nicht so einfach.

Denn natürlich fängt die Veränderung immer bei uns selbst an. Unser Partner ist unser Partner, kein Vater oder Mutterersatz. Unser Partner ist nicht da, um unser verletztes innere Ego-Kind zu heilen. Diese Aufgabe dürfen wir selbst übernehmen. (ich weiß, es gibt Momente, in denen man sich wünscht, irgendwer möge einem alle Last abnehmen. Einfach mal den Rucksack tragen, den wir die ganze Zeit bei uns haben – aber genau hier liegt die Einladung: nimm den Rucksack hab, schau rein und fange an auszusortieren. Wir müssen nicht mehr so agieren, wie unsere Eltern – wir dürfen, aber wir müssen nicht. Wir dürfen entscheiden, für unser verletztes Ego Kind selbst die gute Mutter/ der gute Vater zu sein – wir dürfen herausfinden, was für uns der Freie Wille bedeutet, was für uns Kooperation in einer Beziehung bedeutet, wir dürfen herausfinden, wie es ist Liebe zu sein, und nicht nur zu spielen, wir dürfen herausfinden, nach welchem Tanz uns in jedem Augenblick des Leben ist, wann wir dem Partner nah sind und wann wir Zeit für uns brauchen. Wir dürfen Partnerschaft definieren- frei von den Erfahrungen, die wir mit der Beziehung unserer Eltern und Großeltern gemacht haben, frei von dem, was uns Hollywood und co verkaufen wollen. Wir dürfen selbst Antworten auf all diese Fragen finden und unser heiles Inneres Kind kann uns dabei wundervoll unterstützen.

Denn es bringt die Energie von Leichtigkeit mit hinein, von Verspieltheit. Das Drama darf nach hinten treten und Lachen, Tanzen und seiende Liebe darf nach vorne kommen. Vergiss nicht, dies ist ein Entwicklungsweg. Dein Inneres Kind, dieser Seelenanteil ist immer da und wartet auf dich, du kannst dich jederzeit mit ihm verbinden, um herauszufinden, was für dich Lebensfreude ist, was für dich eine erfüllte Partnerschaft bedeutet, wo die Leichtigkeit zu finden ist und ja die Liebe, zu dir und deinem Leben, deinem Partner, deinen Kindern.

So ihr Lieben, es gäbe noch so viel mehr über das Innere Kind zu schreiben, aber für heute belassen wir es hier. Wenn du Lust hast, in die Innere Kind Arbeit mit mir einzusteigen, dann schau dir den Kurs „Die Magie des Inneren Kindes“ hier unten an.

Schön, dass du heute hier warst und mir einen Moment deiner Lebenszeit geschenkt hast.

Alles Liebe, deine Jennifer und mögest du eine segensreiche Verbindung zu deinem Inneren Kind haben oder finden.

#1 Traue dich deinem eigenen Seelen-Rhythmus zu folgen

#1 – der eigene Rhythmus

Traue dich deinem eigenen Seelen-Rhythmus zu folgen

Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr. Die Kinder müssen um 8:00 Uhr in der Schule sein. Der Bürojob geht von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Man hat 30 Minuten Mittagspause. Um 18:30 Uhr wird Abendbrot gegessen. Um 20:00 Uhr die Tagesschau geguckt. Sonntag um 20:15 Uhr der Tatort. So geht es dein ganzes Leben lang. Ein Trott, ein Alltagstrott, der uns, wenn wir anfangen aufzuwachen, mehr und mehr die Luft zum Atmen nimmt. Einfach weil wir nicht jeden Tag um die gleiche Zeit aufstehen wollen, nicht um die gleiche Zeit essen, am Montag keine Lust haben zu arbeiten, Donnerstag erst spät müde sind. Samstag einfach nur faulenzen wollen, statt einen Familienbesuch zu machen.

Unser Seelenrhythmus ist nicht immer gleich, nicht immer linear. Er ist in ständiger Bewegung und im stetigen Wandel.

Wir versuchen unseren Lebensrhythmus zu begradigen, wie einen Fluss. Es gibt kein freies Fließen, nur ein vorgegebenes Strömen. Rechts und links sind Mauern, so dass man die Umgebung gar nicht mehr wahrnimmt, gar nicht mehr die Muse hat, eine Rast einzulegen,  sich beeindrucken zu lassen, Erfahrungen jenseits des Stroms zu machen.

Wir füllen unsere Lebenszeit nicht mehr mit Erfahrungen, sondern erfüllen unser Pensum, häufig im Dienste der Anderen: den Wünschen der Eltern, des Partners, der Vorgesetzen, der Freunde, der eigenen Kinder und letztendlich immer im Dienste des Geldes. Impulsen kann nicht nachgegangen werden, weil wir entweder das Geld brauchen (Ich muss heute arbeiten gehen, und nicht meinem Rhythmus folgen, sonst verdiene ich kein Geld) oder weil wir das nötige Geld nicht haben (Ich kann nicht nach Costa Rica auswandern, ich habe nicht das nötige Geld). Am Geld hängt plötzlich unser Seelenheil

Wir verlieren uns selbst und unser Leben.

Die Seele lädt uns ein wieder einzutauchen in unseren ureigenen Rhythmus. Herauszufinden, wonach uns gerade ist. Womit wir uns selbst erfüllen wollen und mehr und mehr den Mut zu entwickeln, Wege zu finden, dass wir unserem Seelenrhythmus Rechnung tragen können.

Es geht darum, Abhängigkeiten zu durchschauen. Für was entscheide ich mich wann, für wen und warum. Und: ist es das, was ich machen möchte? Ist es das, was jetzt in mir lebt und erfahren werden möchte.

Die Seele lädt uns ein, immer mehr wieder die Begradigungen unseres Lebensflusses hinter uns zu lassen und wieder ins freie Fließen zu kommen, und zwar in unserem eigenen Rhythmus.

Sie lädt uns ein herauszufinden, was uns wann gut tut. Es geht nicht darum dogmatisch an irgendetwas festzuhalten, sondern jeden Moment neu zu ergreifen. Antworten zu finden auf die Frage: was brauche ich jetzt in diesem Moment und wie kann ich das bekommen.

Und da müssen wir auch gar nicht lange daran herum therapieren, warum wir was brauchen. Es reicht, dass die Seele diese Erfahrung jetzt machen möchte. Gleichgültig, ob andere Menschen, dass jetzt für gut und erstrebenswert halten. Nur du kannst deinen Seelenrhythmus ergreifen, nur du kannst ihn erfüllen. Kein anderer kann ihn für dich leben, für dich wollen.

Finde deinen Rhythmus. Erfahre dich im Tanz deiner Seele mit diesem Leben in diesem Körper mit diesen Potenzialen.

Alles Liebe, deine Jennifer

 

4 Zeichen für Co-Abhängigkeit deines Inneren Kindes

4 Co-Abhängigkeits- Verhalten deines verletzten Inneren Kindes

Auf Wunsch von vielen Lesern tauchen wir heute in das sehr komplexe Thema Co-Abhängigkeit ein. Wir beleuchten das Thema in Verbindung zu deinem Inneren Kind und an welchen Zeichen du selbst erkennen kannst, ob hier ein verletztes Ego Kind bei dir am Werken ist in deinem Verhalten zu anderen Menschen, vor allem in deinen partnerschaftlichen und familiären Beziehungen.

Es ist sehr selten, dass wir unseren Seelenanteil „INNERES KIND“ wirklich in seiner vollen Kraft und Schönheit leben. Häufig stellt sich vor dieses heile Innere Kind, das verletze Ego-Kind, welches die Wunden der zwischenmenschlichen Beziehung aus deiner jetzigen Kindheit mit sich weiter herum trägt und daraus Verhaltensmechanismen entwickelt hat, die es schützen sollen.

Das ist absolut verständlich. Wie immer: es gibt hier überhaupt keine Schuldzuweisungen. Es gibt immer einen Grund warum wir agieren, wie er es nun mal eben tun. Aber es gibt Verantwortung. Die Selbst-Verantwortung für dich und dein Leben, deine Lebenszeit und was du daraus machst, möglichst das Beste für dich zu wählen.

Co-Abhängigkeit ist immer ein Spiel zwischen dir (wenn du co-abhängig bist) und einem Gegenüber. Wenn wir co-abhängig sind, dann sind wir in Wirklichkeit auch abhängig, nur häufig nicht so offensichtlich, wie die Abhängigen, mit denen wir das co-abhängige Spiel gerne spielen (wie z.b. Alkoholismus, Drogen, Sex, Arbeit usw.). Aber trägst du Co-Abhängigkeit in dir, dann spielst du das Spiel so gut wie mit jedem Menschen in deinem Leben, weil es ein Grundverhaltensmuster ist. Wir geben gerne die Schuld für unser Verhalten dem Abhängigen. Wäre er nicht abhängig, dann würden wir ja ganz anders sein. Aber wenn wir ehrlich sind, stimmt das meistens nicht. Durch unsere eigene Abhängigkeit verhalten wir uns so, dass wir gerne wieder neue Abhängige in unser Leben ziehen, die vielleicht nicht den Stempel Alkoholiker tragen, aber uns ausnutzen, unsere Kräfte nehmen und nichts zurückgeben.

Es ist ein sehr trickreiches Spiel und die Muster dahinter zu durchschauen, dass kann Jahre dauern – muss nicht, aber kann. Fast alle Co-Abhängigen haben ein Inneres Kind Thema und das wollen wir heute mal etwas tiefer beleuchten. Wenn die Punkte auf dich zutreffen, dann sei bitte achtsam mit dir. Gehe immer nur so tief, wie du es gerade tragen kannst. Sei dir selbst die beste Mutter und der beste Vater und pass gut auf dein verletztes Inneres Ego Kind auf. Denn genau das können wir jetzt sein: die/der Erwachsene, der das verletze Ego Kind geistig in die Arme nehmen kann und ihm das gibt, wonach es sich so sehr sehnt: nach Liebe, Geborgenheit, Sicherheit, Verlässlichkeit und Frieden.

Schauen wir uns nun 4 Zeichen an, die uns anzeigen können, dass wir ein co-abhängiges verletztes Inneres Kind in uns tragen.

  1. Geliebt werden um jeden Preis

In der Regel hat so gut wie keiner von uns als Kind die Erfahrung der bedingungslosen Liebe gemacht. Liebe hatte immer seinen Preis. Kommen wir nun auch noch aus einem Elternhaus in dem wir klassische Abhängigkeiten erfahren durften (wie z.B. Alkoholismus), sind wir groß geworden in einem Umfeld, in dem Liebe ein sehr unzuverlässiges Gefühl war. Je nach dem wie der Alkoholpegel war, oder die Gefühlslage bekam man Aufmerksamkeit und wahrscheinlich eine eher verkorkste Darstellung der Liebe (z.B. alles geschenkt bekommen, was man will und im nächsten Moment dafür geschimpft werden, Übergriffe jeglicher Art usw.). Die Verletzungen des Kindes gehen tief. So gut wie keine Verletzung geht so tief, wie die der Liebe. Und unser aus dieser Zeit stammende innere Ego-Kind sehnt sich so sehr nach Liebe, dass es bereit ist, dafür alles zu tun. Nur halten wir selten inne, um uns zu fragen: wie sieht eigentlich gute, gesunde, fließende Liebe aus für mich? Wie würde sich so eine Liebe zeigen? Wir haben es nicht gelernt, niemand hat es diesem Kind gezeigt, wie wahre Liebe funktioniert, also versuchen wir so gut es irgendwie geht, Liebe in unser Leben zu holen und zu halten. Kommen wir mit einem Menschen dann partnerschaftlich zusammen, hoffen wir, dort die Liebe zu finden, nach der sich unser verletztes Innere Kind so sehr sehnt. Hier muss sie doch sein, oder?

Diese Sehnsucht führt zum größten co-abhängigen Spiel, welches möglich ist. In unserer verkorksten Vorstellung von Liebe, lassen wir uns häufig von unserem Partner Dinge gefallen, bei denen wir mit klarem Verstand umfallen würden. Ein co-abhängiges Inneres Kind, dass sich nach Liebe sehnt, lässt sich vom Partner demütigen, ausnutzen, anlügen, wenn es hart kommt auch misshandeln. Dieses Kind lebt im Dauer-Schön-Rede-Modus. Schließlich ist man doch nicht umsonst zusammen. Man war doch mal so verliebt. Irgendwo ist doch der Kern der Liebe, der wird sich schon noch zeigen. Dieses verletzte Kind hat eine unglaubliche Ausdauer – bis über Jahrzehnte hinweg, ja manchmal bis zum Tod bleibt es in dieser desaströsen Verbindung, weil es immer hofft, hier noch die Liebe zu finden.

Ja, es ist hart – sich dem selbst zu stellen noch viel härter. Ich kenne dieses Spiel. Als Co-Abhängige habe ich über 12 Jahre dieses Spiel gespielt, so lange bis ich ganz unten war, völlig leer, bis ich bereit war endlich den wahren Weg der Liebe zu gehen.

Das ist auch das, was dieses verletze Kind von dir als erwachsener Mensch braucht: die Auseinandersetzung mit Liebe. Finde für dich eine Vorstellung und eine Definition von einer heilen, schönen, wahren Liebe. Und ja, wenn es Schmalzfilme, Schnulzenromane und mehr sind. Das ist egal. Dieses Kind braucht ein Tor, eine Türe durch das es gehen kann, welches den Namen Liebe trägt. Und wenn es erstmal verkitscht ist, abgehoben, unrealistisch. Das ist gleich. Hauptsache es wendet den Blick von dem „verkorksten“ Ausdruck der Liebe, welches es in seinen Beziehungen derzeit führt, zum Licht, zu den Möglichkeiten, die es noch gibt, um nach und nach für sich selbst herauszufinden. Was brauche ich für eine Liebe. Du, als erwachsenes Ich, darfst hier Antworten für dein Inneres Kind finden: Welche Liebe möchtest du erfahren? Wie stellst du dir eine glückliche, liebevolle Beziehung vor. Es ist wichtig, dass wir hier ein Bild entwickeln, eine Vorstellung, eine Vision dessen was sein könnte. Damit wir uns mehr und mehr lösen können von unseren verletzten Vorstellung von Liebe und wie sie in einer Partnerschaft gelebt werden.

Und ja, ich weiß, dass Thema kann man manchmal nicht mehr hören: Letztendlich geht es darum, dass du dir Selbst Liebe geben kannst, dass du deinem Inneren Kind die Liebe gibst, die es braucht um den verletzten Teil hinter sich zu lassen und den heilen Teil mit all seinen wundervollen Gaben in dein Leben bringt. Daher: alles, was dir selbst gut tut, ist hier eine Hilfe. Verwöhne dich selbst, versorge dich selbst, bemuttere dich selbst: koche dir schöne Dinge, esse Pralinen, pflücke dir Blumen, male dir selbst Bilder, stricke dir was., bastle dir was, schreib für dich Geschichten oder führe Tagebuch. Sorge für dich.

Mit dem Aspekt „Liebe um jeden Preis“ haben wir häufig die Tendenz uns selbst zu vernachlässigen und alles zu tun, damit es den anderen gut geht. Wir kochen ihnen ihr Lieblingsessen, wir verzichten auf eine neue Hose, damit der Partner oder die Kinder ihre Wünsche erfüllt bekommen, wir können uns keine Wellness Wochenende, damit der Partner zum Fußballspiel kann usw. Dass geht manchmal so weit, dass diese Menschen gar nicht mehr wissen, was sie eigentlich brauchen, worüber sie sich freuen würden („nein, ihr braucht mir nichts zu schenken“), wie sie sich verwöhnen können. Dass darfst du aber jetzt wieder lernen. Wenn du essen kochst, dann frage dich: Worauf habe ich eigentlich Schmeck? Wenn du die Freizeit planst: Worauf habe ich eigentlich Lust etwas zu machen? Wenn du shoppen gehst: Was möchte ich mir jetzt mal gönnen? Wenn du deine Wohnung  gestaltest: Wie möchte ich eigentlich wohnen? Frage immer auch die selbst und finde Antworten und von diesem Punkt aus, kann man dann auch mal Kompromisse schließen. Aber es ist wichtig, dass du dich und deine Bedürfnisse ernst nimmst und ihnen auch Raum zur Erfüllung bereit stellst.

  1. Bloß nicht verlassen werden

Das verletzte Ego-Kind hat häufig in seiner Kindheit erfahren, wenn ein Elternteil oder beide Abhängige waren, dass die emotionale und manchmal sogar die reale Verbindung nicht so besonders zuverlässig waren. Die Verbindung ist gestört. Mal war die Verbindung vielleicht ganz innig, mal meilenweit entfernt. Vielleicht hat man auch viele Auseinandersetzungen der Eltern mitbekommen in denen gedroht wurde, dass man geht (eventuell die Kinder –also dich-zurücklässt). Scheidung und Trennung hingen wie ein Damoklesschwert über der Kindheit. Sie ist dann nicht sicher. Der Boden auf dem man geht ist wackelig. Auf keinen Fall möchte man als Kind verlassen werden, auch wenn alles noch so schlimm ist, möchte man nicht, dass einer der Elternteile geht und einen zurücklässt. Vom Verstand her natürlich schon, aber emotional möchte man von beiden, wie ein Kind geliebt werden, behüten werden und ja, eben nicht verlassen werden. Weder emotional, noch real.

Dieses Verhalten nehmen wir mit in unser Erwachsenen Dasein und spiegeln es in unsere Beziehung wider. Der Partner soll uns bloß nicht verlassen. Ohne ihn können wir nicht sein, nicht existieren (auch wenn wir es von außen betrachtet könnten), emotional nicht. Wir brauchen den Partner. Auch hier fangen wir dann an, Verhaltensmuster und –weisen an den Tag zu legen, um den Partner an uns zu binden: Krankheiten, schlechtes Gewissen machen, nicht hinsehen, wenn er oder sie eine andere Liason nebenher hat. Wir machen uns selbst unglaublich klein, versuchen den Partner zu binden, ihm seine Freiheit zu nehmen, damit er uns – also den verletzen inneren Ego-Kind-Anteil in uns- bloß nicht zurücklässt in einem Scherbenhaufen, denn ein Kind unter gar keine Umständen tragen kann.

Richtig: ein Kind. Wir vergessen häufig, dass wir nun erwachsen sind. Wir sind nicht mehr abhängig davon, dass sich jemand anderes um uns kümmert. Wir haben die Freiheit selbst gut für uns zu sorgen. Und das ist auch genau der Schlüssel, um aus dieser Spirale herauszukommen: Sorge selbst gut für dich. Erwarte nicht, dass dein Partner sich gut um dich kümmert. Kümmere dich selbst gut um dich. Dieser Entwicklungsprozess hat sehr viel mit Selbst-Wert zu tun. Finde für dich heraus, was du dir selbst wert bist zu erfahren in deinem Leben. Möchtest du Missbrauch, Demütigungen, Verletzungen, Ablehnung, emotionale Erpressungen, Lügen, Krankheit etc. wirklich erfahren? Möchtest du das? Du darfst es, wenn du jetzt ja sagst. Du bist frei zu wählen. Aber wenn du fühlst, weißt, dass du das nicht mehr möchtest. Dass du jetzt Emotional ins Licht gehen möchtest, dann darfst du anfangen, dich mehr und mehr gut um dich selbst zu kümmern. In die Selbst-Verantwortung zu gehen und dein Leben so einzurichten, dass es dir gut geht. Und du brauchst kein schlechtes Gewissen gegenüber deinem Partner haben. Du bist nicht seine Mutter, sein Vater, sein Kind: du bist der Partner: das bedeutet jedoch nicht, dass man sich selbst und seine Bedürfnisse für ein erfülltes Leben aufgibt und sich aufopfert. Aber wie immer, setze dich nicht selbst unter Druck. Gehe immer nur so weit, wie es sich für dich gut und stimmig anfühlt. Aber bitte: nimm dich selbst wichtig. Sei eine gute Mutter für dein verletztes Ego-Kind. Du kannst es jetzt ins Licht führen und ihm eine Welt zeigen, in der es Liebe gibt, in der es Zuverlässigkeit gibt, in der es emotional aufblühen darf. Es liegt in deinen Händen

  1. Eine heile Familienwelt

Ein verletztes Ego Kind, welches Co-Abhängigkeit entwickelt hat, möchte unter allen Umständen eine heile Familienwelt. Es sehnt sich so sehr danach. Es hat es als Kind in der Regel in seiner eignen Familien nicht erfahren. Auch wenn es sich vielleicht noch so sehr angestrengt hat ein gutes Kind zu sein, es konnte die Familie nicht heil machen. Es konnte nicht verhindern, dass ständig die Fetzen flogen, Mutter geweint hat, Vater gebrüllt hat, Drohungen ausgesprochen wurden usw.

Im Erwachsenen Dasein versucht dieser Innere Kid Anteil unter allen Umständen eine heile Familienwelt aufzubauen. Alles soll perfekt sein. Kinder, Partner, das Lebensumfeld, alles soll schön und harmonisch sein. Unstimmigkeiten, Gefühle wie Wut, Streit, Zorn machen diesem Inneren Kind Anteil häufig Angst und es geht Auseinandersetzungen lieber aus dem Weg. Bloß keinen Streit vom Zaune brechen. Es erträgt sehr viel, um nicht in die Konfrontation zu gehen. Es schluckt herunter, lässt sich Verhaltensweisen vom Partner (und auch häufig von den eigenen Kindern) gefallen, die eigentlich schon grenzüberschreitend sind, verletzend sind, unachtsam sind, ja, auch respektlos sind. Dieser Teil zieht nicht seine Grenzen. Es ist nicht Herrscher in seinem Reicht. Es ordnet sich unter, lässt andere über sich bestimmen, opfert sich auf, damit es den anderen gut geht, um eine Scheinwelt von Harmonie und Glück aufzubauen. Es geht dabei zugrunde. Aber häufig haben diese Menschen sehr viel Kraft. Sie schaffen es über Jahre hinweg, die Fassade der heilen Familienwelt aufrecht zu erhalten, bis irgendwann der Zusammenbruch kommt: in Form von Burnout, Depressionen, Krankheiten oder anderen Erscheinungsformen. Die Grenzen sind zusammengebrochen, die Vorräte ausgeschöpft und das Kartenhaus fällt in sich zusammen.

Dann spätestens ist die Zeit gekommen sein Leben zu überdenken. Aber warum so lange warten. Dein heiles Inneres Kind lädt dich ein beständig zu schauen: stimmt meine Vorstellung eines schönen Lebens (hier auch des Familienlebens) überein mit meiner Realität. Wenn nicht, was kann ich ändern. Wo werde ich übergangen, missachtet, schlecht behandelt. Du darfst lernen, deine Grenzen zu setzen. Nein zu sagen und ja, auch mal Unstimmigkeiten auszuhalten. Du musst dich nicht immer verrenken, damit die anderen sich wohlfühlen, während du kaputt gehst. Du darfst dich selbst fragen: was sind deine Träume? Wie sieht für dich ein erfülltes Leben aus? Was möchtest du noch erleben, erfahren, aus deiner Lebenszeit machen? Es ist eine Reise, auf der du Antworten für dich und dein Wohlbefinden ergreifen darfst.

  1. Der Luftschlossmodus

Als letzten Punkt möchte ich mit dir noch mal das Luftschloss Verhalten anschauen. Menschen, die ein co-abhängiges verletztes Inneres Kind in sich tragen, halten sich gerne im Luftschloss auf. Sie reden sich ihre Umstände schön. „Es ist ja alles nicht so schlimm“, „und eigentlich ist mein Partner ganz liebevoll zu mir“, „eigentlich behandeln mich meine Kinder nicht so schlecht“ usw. Und weißt du was, der Luftschlossmodus ist total verständlich. Einige von uns haben schon harte Zeiten als Kinder hinter sich. Sie haben sich harte Worte anhören müssen, haben harte Sachen an sich erlebt oder miterleben müssen. Ihre Kindheit war eben nicht nur auf Wattewolken gehen, sondern emotional unsicher, unstabil. Kein Wunder, dass man die Einstellung entwickelt, dass die Realität zu hart ist, als das man sich mit ihr auseinandersetzen möchte. Man weiß nicht, ob man noch die Kraft hat, sich mit etwas Negativem auseinander setzen zu können. Lieber nicht – lieber ins Luftschloss gehen. Dort in der Welt meiner Träume und Vorstellungen, in der Welt des Schön Redens und der rosa Wolken, lässt es sich auch aushalten. Und weißt du was: das ist der Moment, wo sich die Co-Abhängigkeit meistens wandelt in eine Abhängigkeit. Menschen, die abhängig sind möchten, aus welchen Gründen auch immer, der Realität entfliehen. Sie wissen nicht, wie sie die Aufgaben ihres Lebens meistern sollen und fliehen daraus. Um ins Luftschloss zu kommen, gibt es viele Wege: Alkohol, Drogen, Zucker, Sex, Fernsehen, Sport usw. Im Luftschloss ist man emotional nicht mehr wirklich erreichbar für die anderen (auch wenn viele das erstmal verneinen würden) und so kann sich der nächste Kreislauf aufbauen, wenn du z.B. selbst Kinder hast. Plötzlich bist du diejenige, die nicht mehr erreichbar ist. Deine Kinder empfinden nun dich als unzuverlässig und entwickeln ihre Strategien, um damit zurecht zu kommen. Und wir bekommen im Luftschloss einfach kein Bein auf den Boden.

Solange wir im Luftschloss sind, wird sich unsere Realität nicht ändern, bleibt alles vielleicht so grau und schrecklich, auf Grund dessen wir ja ins Luftschloss fliehen.

Es bleibt einem letztendlich nichts anderes übrig, wenn man den Kreislauf durchbrechen möchte, dass man anfängt, seine Visionen aus dem Luftschloss auf der Erde ins Leben zu holen. Die Träume wahr werden zu lassen. Bereit zu sein ehrlich sich selbst gegenüber zu sein. Eine Bestandsaufnahme machen, um herauszufinden, was man jetzt anderes machen möchte im realen Leben. Wo ich mich selbst ergreifen und verändern möchte, damit es gut wird. Damit nicht nur meine Träume schön sind, sondern auch meine wachen Moment. Alles, was ich im Luftschloss mir erträume, kann ich auch auf die Welt holen: die große Liebe, die erfolgreiche Schriftstellerkarriere, die Heilerin, den Magier, die Freiheit in der Südsee. Unser Leben muss nicht alltagsgrau sein, es darf bunt sein. Wenn wir bereit sind, dafür etwas zu tun. Bereit sind in die Veränderung zu gehen. Uns und unsere Welt so lange zu wandeln bis wir uns so richtig wohl fühlen in unserem Leben.

Dein Inneres Kind – das heile Innere Kind –lädt dich immer ein: zu leben, deine kostbare Lebenszeit wertzuschätzen. Auf Seelenebene gibt es kein verurteilen, sondern immer ganz viel Liebe und Verständnis und die Einladung, dass du dich ändern kannst, in jedem Lebensmoment, dass dein Leben besser werden darf in jedem Augenblick. Aber es liegt an uns. Kein andere wird das tun. Und wir sind jetzt erwachsen. Wir müssen nicht mehr darauf warten, dass Mama oder Papa sagen, dass sie uns lieben, dass wir wertvoll sind, dass es wunderbar ist, dass wir hier sind. Wir dürfen uns das ab jetzt jeden Tag selbst sagen und uns auch jeden Tag es selbst-wert sein, dass das Schönste auf uns wartet und ergriffen werden möchte.

Und ich sage es dir auch: du bist es wert, all deine wundervollen Luftschloss Fantasien im realen Leben zu erfahren, so denn du es auch möchtest. Du bist es wert Liebe zu erfahren, wertgeschätzt zu werden. Du darfst dein verletztes Kind aus deiner Kindheit jetzt in den Arm nehmen, es trösten und sagen, dass es jetzt gut behütet ist. Dass du dich jetzt gut um es kümmern wirst. Dass du ihm jetzt eine Welt zeigen wirst, die lebenswert ist, liebenswert und wundervoll.

Möge dein Weg großartig sein.

Und wenn du ein Stück des Inneren Kind Weges mit mir gehen möchtest, dann tauche ein in den Inneren Kind Kurs. Lass uns die Tür zu einer fantastischen Welt öffnen, wo wir herausfinden, was für dich Liebe bedeutet, was für dich Lebensfreude bedeutet, Magie, Wunder, Träume und ja Erfüllung.  (Mehr Infos hier drunter)

Alles Liebe, deine Jennifer