Bist du gut genug für dein Leben?

By Jennifer / Februar 16, 2018

Kennst du das Gefühl nicht gut genug zu sein? Das Gefühl unbedingt noch eine Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung machen zu müssen, um zu genügen? Noch mehr machen und tun zu müssen im Außen, um gut zu sein, um es richtig zu machen? Noch mehr „Sein“ zu müssen, um eine gute Mutter zu sein, eine gute Liebhaberin, eine gute Freundin, eine gute Partnerin, eine gute Tochter (gilt natürlich gleichbedeutend für die männlichen Leser, allerdings habe ich festgestellt, dass eher Frauen dieses Gefühl in sich tragen)

Und jetzt verrat ich dir was, wo viele vielleicht erst Mal stutzig werden. Nein, ich sage dir jetzt nicht, dass du schon so gut bist, wie du bist. Wenn du das Gefühl in dir trägst nicht gut genug zu sein: dann kann es gut sein, dass es stimmt!

WAAAASSSS? Wirst du jetzt vielleicht rufen. Und JAAAA! Werde ich dir zurück rufen.

Worum es mir geht, möchte ich dir in einem kleinen Beispiel erklären. Stell dir vor du schreibst eine Arbeit, bekommst sie wieder und darauf steht die Note 3. Wenn du vorher in dem Fach immer sechsen geschrieben hast, dann wirst du dich über die 3 richtig freuen. Tschaka. Endlich besser. Aber wenn in dir eigentlich ein 1er Kandidat schlummert, dann ist eine 3, gelinde gesagt, frustrierend. Du fühlst, dass du nicht gut warst. Dass du weit unter deinen Möglichkeiten geblieben bist.

Und so kann es auch sein in deinem großen Leben. Wenn du dich immer getrieben fühlst, immer das Gefühl hast, nicht gut genug zu sein, dann klopft vielleicht von innen deine Seele an, um dir zu signalisieren, dass du gerade weit unter deinen Möglichkeiten agierst. Dass in dir ein noch viel größeres Potenzial schlummert, welches ans Licht gebracht und gelebt werden möchte.

Wenn wir das Gefühl haben nicht gut genug zu sein, dann wenden wir uns häufig erstmal unserer inneren Opferhaltung zu. Wir fokussieren uns auf unsere Kindheit, unserer Jugend, auf unsere Eltern, Lehrer, Partner, die alle einmal oder mehrmals auf unserem Weg uns verkaufen wollten, dass wir falsch sind, nicht gut genug sind. Es ist eine unglaublich frustrierende Arbeit, wenn wir versuchen uns so zu ändern, dass wir den anderen gefallen. Dass wir für die anderen gut genug sind. Uns verrenken und verbiegen, immer in der Hoffnung, dass die Eltern, der Partner, die Lehrer, irgendwer im Außen sagen: „Du bist toll!“ oder „Das hast du gut gemacht!“ oder „Du bist die beste Mutter, Tochter, Partnerin der Welt!“. So lebst du für die anderen, niemals für dich und der Kampf „gut genug zu sein“ ist dann ein immerwährender.

Inne halten

Also, wenn du dich im Hamsterrad gerade abrackerst und immer in dir das Gefühl lebt nicht gut genug zu sein, dann lade ich dich jetzt ein sofort inne zu halten. Steig heraus aus dem Hamsterrad, nimm dir eine wunderbare Tasse Tee (oder was immer dein Lieblingsgetränk ist), suche dir deinen gemütlichsten Platz und nimm dir endlich Zeit über dich und dein Sein nachzudenken, fünf Minuten, zehn Minuten, vielleicht sogar eine Stunde oder noch länger. Bleib von jetzt an dran und mache das jeden Tag, solange bis du klar siehst.

Die tragende Frage lautet: WER BIST DU? Für dich!

Mach dich frei von den Meinungen der anderen. Jetzt ist es nicht wichtig, was deine Eltern über dich sagen, dein Lebenspartner, deine Freunde, deine Kinder, ich oder die Nachbarn. Es ist egal.

Jetzt ist nur wichtig: WER BIST DU FÜR DICH? WER SCHLUMMERT IN DIR und wartet sehnsüchtig darauf von dir ergriffen und gelebt zu werden.

Nur du kannst herausfinden, mit welchem Potenzial, mit welchen Gaben und Fähigkeiten, mit welchen Geschenken du deine Lebensreise jetzt angetreten hast. Von deinem Seelenplan, von deinem Lebensweg haben die Außenstehenden doch alle keine Ahnung. Von deinen Sehnsüchten und Träumen, die in dir auf Erfüllung warten, kannst nur du ein Lied von singen. Kein anderer. Erwarte das auch nicht von den anderen. Diese Erwartungen können nicht erfüllt werden. Du bist auch nicht hier um die Erwartungen der andere zu erfüllen, so sind die anderen Menschen nicht in deinem Leben, um deine Erwartungen zu erfüllen.

Innenschau

Wenn du dich eingehend mit der Frage beschäftigst, wer du bist, kommt man in der Regel nicht umhin zu schauen, wer man denn sein möchte. Ist man jetzt schon der, der man sein möchte? Oder fehlt vielleicht noch etwas. Wenn das Gefühl da ist, dass noch etwas fehlt, dass man noch unter seinem Potenzial lebt, unter dem, was man eigentlich aus seinem Leben und seiner kostbaren Lebenszeit machen wollte, dann kann das Gefühl „noch nicht gut genug sein“ einmal ganz bewusst wahr genommen werden.

Sicherlich ist es schön, wenn wir uns alle immer wieder gegenseitig bestätigen, dass wir gut genug sind, dass wir toll sind, so wie wir sind. Stimmt ja auch. ABER: nehmen wir noch mal das Beispiel mit den Noten (ja, Noten nerven, aber es lässt sich so ganz gut verdeutlichen). Wenn mein mathematischer Überflieger Sohn, statt einer eins eine drei schreibt, dann ist das für mich als Mutter völlig in Ordnung. Aber für meinen Sohn nicht, weil er fühlt und weiß, dass er unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Es frustriert ihn zutiefst und dann ist er genervt und dann passiert gerne, das Spiel welches wir alle mal Spielen: Schuldverteilung. Natürlich sind die Lehrer schuld, die Schule im Allgemeinen und die doofen Noten, die Aufgaben waren „Scheiße“ usw. Die ganze Palette der Schuldmöglichkeiten wird ausgerollt. Ja, manchmal kann man sich selbst erstmal kurzzeitig damit blenden. Aber das „ungute“ Gefühl wird weiter in uns schlummern. Warum? Weil wir wissen, dass es nicht stimmt. Es hat keiner Schuld im Außen. Wir haben schlicht und einfach unter unserem Potenzial agiert. Wir sind unter unseren Möglichkeiten geblieben. Und das wäre auch völlig in Ordnung, wenn es uns selbst nicht so frustrieren würde.

Ja, und häufig braucht es Fortbildungen, Weiterbildungen, Schulungen etc. damit wir unser Potenzial überhaupt freischaufeln können.  Es braucht den Mut auszuprobieren, hinzufallen, aufzustehen, weiterzumachen, neuzubeginnen und zu wandeln. Damit wir überhaupt in der Lage sind unsere PS auch tatsächlich auf die Straße zu bringen. Doch letztendlich werden all deine Diplome, Zertifikate und Auszeichnungen nichts darüber aussagen, ob du nun wirklich angefangen hast, dein volles Potenzial zu leben. Nur dein Handeln wird es zeigen und für dich: dein inneres Gefühl wird der Richtmesser sein, ob du dich nun gut genug fühlst für dein eigenes Leben.

WARUM? Weil das innere getrieben Sein aufhört. Weil du aufhörst Bestätigung im Außen zu suchen. Du brauchst dann keine Eltern mehr, keine Partner mehr, keine Klienten mehr, die dir sagen, dass du toll bist oder dass es toll ist, was du machst. Wenn du dich eingeschwungen hast in dein Potenzial braucht es keine Erwartungserfüllung mehr von außen. Frieden kehrt ein. Du fühlst Frieden. Denn du bist dann der oder die, die du sein wolltest. Vielleicht ist noch nicht alles perfekt, rund und so wie du es wolltest, aber du weißt, dass du auf deinem Weg bist.

Aufhören zu sein, der man nicht ist

Und noch schöner: je mehr dir klar wird, wo deine Potenziale liegen und was du wirklich gut kannst, desto mehr kannst aufhören, jemand zu sein oder zu „schauspielern“, der du eben nicht bist. Ja, dazu gehört auch Mut. Der Mut zu dir und deinem Sein zu stehen, der Mut eventuell auszuscheren aus gängigen allgemeinen Meinungen und Ansichten wie „man“ zu sein hat. Und ja, auch der Mut mal gegen zu halten, wenn jemand von außen meint, er könne oder dürfe über dich richten und urteilen. Ich weiß, dass ist nicht immer ganz leicht. Es gehört zu unserem Entwicklungsprozess jedoch dazu: man selbst zu sein und zu sich selbst und seinen Handlungen zu stehen.

Aber man kann nur 100% zu seinen Handlungen stehen, wenn sie wahrhaftig aus dir selbst heraus entstehen und eben nicht aufgesetzte Wiederholungen von außen sind. Wenn du für dich persönlich ergriffen hast, wer du bist und dass du gut genug bist für deine Ansprüche und Erwartungen.

Viele Jahre z.B. habe ich mich wirklich geplagt mit der Meinung ich wäre keine gute Mutter. Gerade als Eltern ist es nicht leicht, sich frei von der allgemeinen Meinung als Mutter oder Vater zu definieren. Ich wollte es gut machen, also macht man als junge Mutter das, was das Außen einem verkauft: Krabbelgruppen, Babyschwimmen, musikalische Früherziehung, Babyturnen usw. Alles damit das Kind sich „sozialisiert“. Und so geht es dann weiter, die Kindergärterinnen erzählen dir, wie du als gute Mutter zu sein hast, die Lehrer, die eigenen Eltern, die Freunde (auch die, die keine Kinder haben) und so kann es ganz schnell auf dem Weg passieren, dass man sich selbst verliert.

Und das passt fast zu allem, ob es dein Berufungsweg ist, dein Liebesleben, dein Sein als Freundin usw. Es gibt genug Menschen und Meinungen, die dir sagen wollen, wie du zu sein hast, damit du gut bist.

Nach den obigen Standards war ich objektiv gesehen eine hervorragende Mutter, da ich alles artig getan und gemacht habe für meinen Sohn. Aber innerlich fühlte ich mich nicht gut. Ich trug immer das Gefühl in mir eine schlechte Mutter zu sein, denn ich hasste all diese Kindergruppentreffen und das ganze Drumherum. Dieses Gefühl führte dazu, dass ich wirklich dachte Mutter sein ist nichts für mich, wenn es mich so frustriert. Aber dann habe ich inne gehalten und mich gefragt: Wer möchte ich denn als Mutter sein?

So kannst du dich auch fragen: Wer möchtest du sein: als Mensch, als Partner, als Freund, als Eltern, als Berufener. Wer möchtest du sein? Völlig frei von der Meinung der Außenwelt.

Uns so fing ich an aufzuräumen: innerlich, wie äußerlich. So wurde ich zu einer Mutter, die ich persönlich richtig gut finde. Ich fühle mich jetzt sehr wohl in meiner Rolle, als Mutter und zwar so, wie ich es leben möchte. Ich bin so, wie ich sein möchte als Mutter. Das bringt Frieden. Dieser Frieden spiegelt sich in meinem Sein, in meinen Gedanken, in meinen Worten und in meinen Taten und trägt so großartige Früchte in meinem Familienleben.

So kannst du jede „Rolle“, die du im Leben gerade einnimmst, hinterfragen: Wenn du dich nicht gut genug fühlst: Wer möchtest du denn in Wahrheit sein? Wie möchtest du die „Rolle“ der Mutter, der Partnerin, der Freundin, der Arbeitenden usw. spielen?

DU darfst…

Denn jetzt kommt das wirklich Tolle: Du darfst alles sein, was du sein möchtest: du möchtest eine unkonventionelle Mutter/Vater sein? Ja, du darfst. Du möchtest ein ganz „spießiges“ Beziehungsleben haben, mit Treue, Monogamie, Fernsehgucken am Abend und guten Gesprächen? Ja, du darfst die Beziehung so leben. Du möchtest einen ganz normalen Job im Büro, der dir finanzielle Sicherheit bringt? Ja, du darfst es. Und ja du darfst auch zeitgleich nebenbei massieren, lackieren, Gedichte schreiben, Bücher malen, Fallschirm springen.

Du darfst alle Rollen spielen, die du spielen möchtest. Die Welt ist deine Bühne und dein Leben steckt voller Möglichkeiten. Du selbst steckst voller einzigartiger Möglichkeiten. Deine Seele wartet nur darauf, dass du dein Potenzial ergreifst, dein Sein ergreifst und lebst: dann bist du gut genug: ob spießig, unkonventionell, angepasst, freiheitsliebend, traditionell, verrückt, stinknormal. Hauptsache ist doch, dass du dich wohlfühlst in deinem eigenen Leben, mit deinem eigenen Sein. WER BIST DU? WER MÖCHTEST DU SEIN?

Du darfst es auch sein lassen: das, was du nicht bist, nicht erfüllen kannst, nicht sein möchtest: LASS ES SEIN! Hör auf dich zu verrenken und jemand zu sein, dessen Rolle du nicht ausfüllen kannst.

Es ist dein Leben, deine Lebenszeit: sei gut genug in jedem Moment. Ergreife dich selbst, tauche ein in deine wunderbare Seelenwelt und finde heraus, wer in dir schlummert und gelebt werden möchte. Wir brauchen keine Einheitsmenschen, wir brauchen Individualisten, die ihr Sein in die Welt strahlen. So können wir Individualisten ein farbenprächtiges großes Bild erschaffen in dem wir uns gegenseitig inspirieren und erleuchten.

Erinnerst du dich an die Eingangsfrage meines Artikels: Bist du gut genug für dein Leben? Diese Frage kann ich für jeden einzelnen von euch mit einem eindeutigen und wunderbaren: JA! beantworten. Du trägst alles, was du dafür brauchst bereits in dir.

Sei der, den du als gut genug lieben kannst und mache so dein Leben großartig.

Danke für dein Sein.

Jenny Foto bearbeitetAlles Liebe, deine Jennifer

About the author

Jennifer

Jennifer Weidmann - Gründerin von urvertrauen Ich nehme dich mit auf eine fantastische Reise zu deiner Seele, in die Welt der Engel oder Magie. Ich folge meiner Berufung, teile meine Wahrheit mit dir. Lass uns gegenseitig berühren, inspirieren, schöpfen und die Welt und unsere kostbare Lebenszeit so einzigartig und wundervoll wie möglich machen. Schön, dass du da bist.

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